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Groß-Gerau und die Fasanen – eine tierische Freundschaft? Wohl kaum, denn die Fasanerie in Groß-Gerau ist kein Park für Fasanen, sondern ein Park mit großem Waldanteil. Die Fasanerie wurde um 1725 angelegt. Damals diente der Park den Adligen als Jagdgebiet – und zu dieser Zeit gab es nebst Rot- und Damwild auch wirklich Fasane dort. Die Tiere, die dort heute noch leben, sind in einem abgegrenzten kleinen Tiergarten zu besuchen. Im Zoo sind hauptsächlich europäische Tiere zu finden, wurde er doch einst genau deswegen eröffnet – um einheimischen Tieren ein Zuhause zu geben. Rund 30.000 Besucher begrüßt der als Verein geführte Tiergarten jährlich. Wagt man sich vom Park in die Innenstadt, so haben sich der Turm der evangelischen Stadtkirche und der Wasserturm zum Wahrzeichen von Groß-Gerau entwickelt. Der Sandböhlplatz im Zentrum hat sich durch seinen mediterranen Flair als attraktive Ortsmitte etabliert. Daneben befinden sich mit Lichtspielhaus und Kleinkunstbühne kulturelle Veranstaltungsorte in der Stadt, die gerne besucht werden.
Groß-Gerau liegt nahe des Wassers: Der Rhein und der Main sind nur unweit der Kreisstadt entfernt. Groß-Gerau liegt aber ebenso inmitten der Wirtschaftsregionen Rhein-Neckar sowie Rhein-Main. Darmstadt, Wiesbaden, Mainz und Frankfurt am Main sind in rund 30 Minuten mit dem Auto zu erreichen. Auch ein direkter S-Bahn-Anschluss führt in die Städte. Der Flughafen von Frankfurt am Main ist nur 20 Kilometer von Groß-Gerau entfernt. Groß-Gerau ist über die Autobahn A67 und die Bundesstraßen B42 und B44 gut ans Verkehrsnetz angeschlossen.
Ein bedeutendes Gebäude in Groß-Gerau ist das historische Rathaus, welches bereits im Jahr 1578 erbaut wurde. Es sollte bei einem Besuch der Stadt Ausgangspunkt des Stadtrundgangs sein. Ebenfalls passiert wird dann auch die Stadtkirche, die bereits im 12. Jahrhundert erstmals urkundlich erwähnt wurde, nach dem Zweiten Weltkrieg jedoch neu aufgebaut werden musste. Bezeichnend sind die gotischen Elemente und das Dach aus dem Barock. Tipp: Wer Groß-Gerau hautnah erleben will, sollte sich auf einen Stadtrundgang mit dem Kurier des Großherzogs machen. Mit dem richtigen Maß an Humor geht es durch die Kreisstadt. Wer sich anschließend noch weiter der Historie des Ortes widmen möchte, tut gut daran, das Stadtmuseum zu besuchen. Hier gibt es Dokumente zur Stadtgeschichte und aus vergangenen Zeiten, als die Römer in Groß-Gerau zuhause waren.
Unter dem Motto Frühlingserwachen und der gleichnamigen Veranstaltungen wird in Groß-Gerau die kalte Jahreszeit verabschiedet. Es kann bis spät in die Nacht geshoppt werden und bei Musik und Tanz wird förmlich die neue Frühlings- und Sommersaison eingeläutet. Sportlich wird es indes beim Großereignis Groß-Gerau läuft. Gemeinsam geht’s mit über 1.000 Joggern durch die Stadt. Für die Zuschauer sorgt das Rahmenprogramm für eine spannende Tages- und Abendgestaltung. Diese gibt’s auch bei der Nacht der Sinne. Musiker, Akrobaten und Straßenkünstler säumen dann die Straßen Groß-Geraus. Als Einkaufsabend mit Rahmenprogramm hat sich das Event etabliert – und gehört regelmäßig in den Veranstaltungskalender der Stadt. Durch die zentrale Lage der Stadt hat diese sich als Ausgangspunkt vieler Ausflüge ebenso einen Namen gemacht: Von Groß-Gerau aus sind Besucher schnell im Odenwald und im Taunus sowie in den Naturreservaten Kühkopf, Felsenmeer und Melibokus.