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Die Stadt Herne ist seit dem Zusammenschluss mit der Stadt Wanne-Eickel enorm gewachsen und zeigt sich dementsprechend facettenreich. Die lange Bergbauvergangenheit präsentiert sich hier immer noch. Im Stadtgebiet sind noch verschiedene Fördertürme sichtbar und die ehemalige Halde Hoheward ist heute ein beliebtes Ausflugsziel. Seit 2008 steht auf dem nördlichen Plateau ein Horizontobservatorium, das einen futuristischen Anblick bietet. Im Süden können die Besucher die genaue Uhrzeit an der 3000 Quadratmeter großen Horizontalsonnenuhr ablesen. Über die gesamte Halde läuft eine sechs Kilometer lange Balkonpromenade. Wer noch mehr über die Geschichte von Herne erfahren möchte, sollte das Heimatmuseum besuchen. Interessante Exponate aus dem Bergbau und der Binnenschifffahrt sind hier zu sehen. Bezaubernd ist die Jugendstileinrichtung einer Drogerie aus dem Jahre 1905.
Die nordrhein-westfälische Großstadt Herne liegt im nördlichen Ruhrgebiet. In ost-westlicher Richtung verläuft durch das Stadtgebiet die Bundesautobahn A 42 mit kurzer Anbindung an die Städte Gelsenkirchen und Castrop-Rauxel. Die Bundesautobahn A 43 in nord-südlicher Richtung führt in die Nachbarstädte Bochum und Recklinghausen. Bahnreisende können sich über Direktverbindungen nach Bochum und Duisburg freuen.
Einen einmaligen Anblick bietet das Wasserschloss Strünkede, das als Wahrzeichen der Stadt Herne gilt. Hier ist das Emschertal-Museum beheimatet, das kulturgeschichtliche und stadtgeschichtliche Sammlungen zeigt. Das Gebäude im Stil des Barock stammt wahrscheinlich aus dem 16. und 17. Jahrhundert. Einen idyllischen Anblick bietet der große Schlossteich, der in einem bezaubernden Barockgarten liegt. Die französischen Gärten dienten hier als Vorlage. In dem großen Areal steht auch das älteste Gebäude von Herne, die Schlosskapelle. Der wunderschöne Backsteinbau im gotischen Stil wurde im Jahre 1272 errichtet. Wer sich für Archäologie interessiert, sollte das LWL-Museum für Archäologie besuchen. In dem würfelähnlichen Gebäude können über 250.000 Jahre Menschheitsgeschichte bewundert werden. Der größte Teil des 6.800 Quadratmeter großen Museums liegt allerdings tief unter der Erde und begeistert durch ein interessantes Forschungslabor.
Als wunderschönes Naturerholungsgebiet entpuppt sich der Stadtgarten von Herne. Von einem breiten Wald eingerahmt, lässt er innen einen zauberhaften Landschaftspark blicken. Verschlungene Wege bieten viel Platz zum Spazieren gehen und im April entfalten japanische Zierpflanzen ihre ganze Blütenpracht. Radfahrer finden entlang des Rhein-Herne-Kanals eine wunderschöne Strecke. Ihren Anfang nimmt sie allerding schon in Duisburg, aber die Teilstrecke von Herne nach Recklinghausen ist genauso ansprechend. Meist geht die Tour auf gut ausgebauten Radstrecken direkt am Kanal entlang. Nebenbei haben Kunstgenießer hier Etliches zu betrachten. Viele Kunstwerke zieren die Radstrecke. Für strapazierte Muskeln empfiehlt sich anschließend ein Besuch in der Therme Lago, die sich im Gysenbergpark befindet. In dem 10.000 Quadratmeter großen Saunagarten gibt es Entspannung pur. Für Wasserratten sind das Wellenbad und die 100 Meter lange Riesenrutsche ein Eldorado.