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Die schwäbische Stadt Renningen liegt inmitten des Heckengäus. Diese Landschaft befindet sich im Schatten des Schwarzwaldes, nur wenig Regen findet sein Weg in dieses Gebiet. So konnte sich hier eine einzigartige Flora und Fauna entwickeln, die bestens mit den steinigen Böden, Schlehenhecken, Wacholderheiden und Streuobstwiesen auskommen. In den Wacholderheiden kann man die seltenen Silberdisteln und die Berg-Aster finden. Tierisches Beobachtungsvergnügen versprechen der Mauerfuchs, die Zauneidechse und die streng geschützte Gelbbauchunke. In der Stadt selbst geht es beschaulich zu. Möchte man mehr über die Eigenheiten und die Geschichte der Region wissen, erfährt man im Archäologischen Museum alles über das Renninger Becken.
Renningen ist eine Stadt zwischen Leonberg und Weil der Stadt. Etwa 22 Kilometer westlich der Stadt liegen Stuttgart und der Stuttgarter Flughafen. Die Umgebung wird durch die Heckengäuer Landschaft und das Tal des Rankbaches mit dem Renninger Becken geprägt. Mit der S-Bahn Stuttgart gelangt man bis in die Landeshauptstadt sowie in die Städte Leonberg und Weil der Stadt. Über die A8 und die A81 erreicht man Renningen dem Auto.
Im Archäologische Museum Renningen können Besucher Funde von der Eiszeit, über die Stein- und Bronzezeit bis zu den Römern besichtigen. Dabei bekommen die Exponate von dem Malmsheimer Künstlers Roland Gäfgen einen glaubwürdigen Rahmen gesetzt. Im zweiten Teil der Ausstellung bekommen Besucher einen Eindruck von der Siedlungsgeschichte des Renninger Beckens, das bis zum Spätmittelalter gut belegt ist. Highlight der Ausstellung sind die Funde aus dem alamannischen Gräberfeld am Renninger Kirchplatz. Darunter befindet sich die originale Rekonstruktion eines Pferdegrabs. Ein zweites Museum hat die Franz-Pitzal-Stiftung „Renninger Krippe“ ins Leben gerufen. Im hiesigen Krippenmuseum stellt Pfarrer Pitzal die Figuren der Renninger Krippe aus, die er jedes Jahr mit den Kindern der Stadt zu einem bestimmten Thema gestaltet. Außerdem sind völkerkundliche Gegenstände zu besichtigen, die der Pfarrer der Malmsheimer Martinuskirche von seinen Auslandsreisen in den ärmsten Ländern dieser Welt mitgebracht hat – vielleicht hört man auch die eine oder andere Geschichte zu den Exponaten.
Ein Besuchermagnet ist auch der ehemalige Steinbruch „Am Längenbühl“. Dort befindet sich die Freilichtbühne des Naturtheaters Renningen, die Platz für über 700 Zuschauer hat. Dort werden Stücke für Kinder und Erwachsene aufgeführt, teilweise auch in schwäbischer Mundart. Die Umgebung kann man auf dem Würm.Rad.Weg. kennen lernen. Von der Quelle geht es bis zur Mündung des Flüsschens, begleitet werden die Radwanderer mal von dem Schönbuch, dem Heckengäu oder Schwarzwald. Über Felder und durch Wälder geht es auf dem Nah.Tour.Radweg. Hier geht es für die Radler durch die schöne Heckengäulandschaft, entlang an Streuobstwiesen, Wacholderheiden und Hecken.