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In Ditzingen können Besucher die ferne Vergangenheit der Region entdecken. Keltische Grabhügel und der „Hirschlander Krieger“ warten auf ihre Entdeckung. Im Stadtteil Hirschlanden wurden insgesamt 16 Gräber freigelegt, die aus der frühen Latènezeit um 500 vor Christus stammen. Unter dem Namen „Keltische Grabhügel von Hirschlanden“ reihen sie sich in die reichen Funde der Region ein. Wer mehr über diese Zeit erfahren möchte, der kann sich zu einer Wanderung auf dem Keltenweg aufmachen. Dieser Kelten-Erlebnisweg führt durch die Region südwestlich von Ludwigsburg. Hier wurden viele sensationelle Funde gemacht, die die einmalige keltische Vergangenheit rund um Ludwigsburg offenlegen.
Durch das Zentrum der Stadt fließt der Fluss Glems. Landschaftlich ist Ditzingen durch das nordöstlich gelegene Neckarbecken bestimmt. Ditzingen ist mit dem Auto über die A 82 zu erreichen, die von Heilbronn über Stuttgart nach Singen verläuft. Von der Landeshauptstadt gelangt man außerdem mit der S-Bahn schnell in die Stadt im Nordwesten Stuttgarts.
In Ditzingen findet man vor allem Unternehmen im Maschinenbau, dem Verlagsgewerbe sowie dem Druckgewerbe. Eine wichtige Bedeutung hat zum einem die dort ansässige Maschinenbaufirma Trumpf, die zu den weltweit größten Anbietern von Werkzeugmaschinen gehört. Zum anderen hat hier die deutschlandweit agierende Händlerkooperation Euronics Deutschland ihren Sitz. Zum deutschen Kulturgut gehören die gelben Hefte des Reclam-Verlages, der in Ditzingen seit 1980 seinen Sitz hat.
Im Stadtmuseum Ditzingen kann man eine Nachbildung des „Hirschlander Kriegers“ besichtigen. Dabei handelt es sich um eine Steinstele, die bei den Grabungen in Hirschlanden gefunden wurde. Die aus Sandstein gehauene Stele zeigt einen Menschen und die gehört zu den ersten lebensgroßen und lebensechten Figuren eines Menschen, die in Mitteleuropa in der Zeit um 500 vor Christi geschaffen wurden. Zu den Highlights der Sammlung gehören außerdem bemerkenswerte Ofenwandplatten aus dem 18. Jahrhundert. Dabei handelt es sich um ganz besondere Stücke aus dem 18. Jahrhunderts, die die regionale Handwerkskunst verdeutlichen.
Bei einem Spaziergang sollte man in keinem Fall die Schlosstraße von Schöckingen auslassen. In diesem Ditzinger Stadtteil reihen sich eindrucksvolle Fachwerkbauten wie eine Perlenschnur aneinander an. Unter anderem lässt sich hier das Alte Rathaus von 1788, das evangelische Pfarrhaus von 1594 sowie das „Firstständerhaus“ besichtigen, wobei letztes Elemente aus dem 15. Jahrhundert besitzt. In der spätmittelalterlichen Kirche St. Mauritius in Schöckingen können im Chorraum wertvolle Steinepitaphe besichtigt werden. Einen Einblick in die jahrhundertewährende Geschichte der Kirche erhält man durch die Reste der spätgotischen Ausmalung, die zu bewundern sind. Ausflüge zu Fuß oder mit dem Rad können auf dem 40 Kilometer langen Glemsmühlen-Weg gemacht werden. Er führt vorbei an zahlreichen historischen Mühlen durch das idyllische Glemstal bis nach Markgröningen- Unterriexingen.