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In der sächsischen Stadt Riesa haben Bewegung und ein aktives Leben Tradition. Bereits 1845 wurde der erste Sportverein im Ort gegründet, der Schützenverein. 1889 kam der Riesaer Ruderclub dazu, den es noch heute gibt. Zu der gegenwärtigen Sportwelt gehören außerdem der BSG Stahl und der 2002 gegründete Cheerleaderverein. Er konnte bereits einen Europameistertitel und ein Weltmeisterschaftsbronze in die Stadt an der Elbe bringen. Bekannt ist Riesa aber auch für seine Teigwaren, vor allem die klassischen Nudeln. Wer mehr über das Sortiment des Traditionsunternehmens erfahren möchte, der besucht das Nudelmuseum. Unter die Haut geht aber auch ein Gang in die Gruft der Klosterkirche.
Riesa befindet sich linksseitig der Elbe im Landkreis Meißen. Die nächstgrößeren Städte sind das etwa 27 Kilometer südöstlich gelegene Meißen und das etwa 58 Kilometer südöstlich gelegene Dresden. Man erreicht die ehemalige Stahl-Stadt über Leipzig, Dresdenund Chemnitz mit dem Zug. Möchte man die Anreise mit dem Auto machen, nutzt man die A 14.
Zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten gehören die Mumien, die man in der Gruft der Klosterkirche besichtigen kann. 1828 öffnete man die Gruft unter dem Altar und fand 50 Särge, in denen die früheren Besitzer des Riesaer Rittergutes beigesetzt wurden. Die Mumien sind aufgrund der günstigen Luftbedingungen so gut erhalten, dass auch die Kleidung und Grabbeigaben wie Blumen, Schmuck, Bücher und Kreuze im guten Zustand sind. Die älteste Mumie stammt aus dem frühen 17. Jahrhundert. Anschauen sollte man sich bei dieser Gelegenheit auch den Klostergarten der Kirche aus dem Jahr 1261, der zu dem ehemaligen Benediktinerkloster gehörte. Der Garten, in dem Kräuter, Gewürze und Gemüse für den Unterhalt des Klosters angebaut wurde, ist der einzige Teil des altertümlichen Riesas, der von einer Mauer umgeben ist. Etwas jünger als die Klosterkirche ist die Trinitatiskirche im neuromanischen Stil aus dem Jahr 1895. Sie ist mit ihrem 75 Meter hohen Turm bereits von weitem zu sehen. Besonders sehenswert ist die Orgel. Mit 4164 Pfeifen, 60 Registern und drei Klaviaturen ist sie eine der größten Orgeln Sachsens.
In der Nähe von Riesa beginnt das Jahnatal. Dabei handelt es sich um eine Schlossallee, denn an dem idyllischen Bachlauf finden Wanderer gleich acht Schlösser und Herrenhäuser – und das auf einer Tagesroute von nur 15 Kilometern. Im vergangenen Jahrhundert hätte man am Ufer der Jahna außerdem noch 26 Wassermühlen gefunden. Abwechslungsreich ist auch ein Besuch im Nudelmuseum. In Riesa werden seit 100 Jahren Nudeln hergestellt. Im Museum kann man nicht nur historische Exponate besichtigen, sondern in der gläsernen Fabrik zuschauen, wie die Nudel in die Tüte kommt.