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Clermont-Ferrand ist unter anderem als Heimat des possierlichen Michelin-Männchens bekannt. Aber natürlich kann die kleine Stadt im Zentrum Frankreichs noch mit ganz anderen Attributen aufwarten. Ein natürliches Wahrzeichen ist der beeindruckende, glücklicherweise seit langem erloschene Vulkan Puy de Dôme, der gleich vor ihren Toren 1465 Meter hoch aufragt. Durch ihre Lage im südfranzösischen Massif Central ist Clermont-Ferrand umgeben von gebirgiger, wilder Natur, die zu ausgedehnten Streifzügen ins Umland einlädt. Ein weiteres Wahrzeichen, diesmal architektonischer Natur, ist die Kathedrale Notre-Dame-de-l’Assomption aus dem 13. Jahrhundert. Der eindrucksvolle Sakralbau wurde im Stil der Hochgotik errichtet und wird auch als Schwarze Kathedrale bezeichnet, da sie komplett aus schwarzem Lavagestein besteht. Sie ist die einzige große Kathedrale, die aus diesem Gestein erbaut wurde.
Clermont-Ferrand liegt ziemlich genau im Zentrum Frankreichs. Der Flughafen Clermont-Ferrand Auvergne befindet sich etwa 10 Kilometer außerhalb des Stadtzentrums. In der Stadt kreuzen sich gleich zwei wichtige Fernstraßenverbindungen und machen diese zu einem wichtigen Verkehrsknotenpunkt. Die Route Nord-Süd führt von Paris nach Barcelona und die Strecke Ost-West verläuft von Lyon nach Bordeaux. Weitere Autobahnen verbinden die Stadt mit allen anderen Großstädten Frankreichs. Der Fernverkehr wird darüber hinaus auch über Schnellzugverbindungen abgedeckt. Innerorts erfolgt der Personennahverkehr über Schienenbusse.
Die Basilika Notre Dame du Port wurde im 12. Jahrhundert im romanischen Stil der Auvergne erbaut und zählt zum UNESCO-Welterbe. In ihrem Inneren steht eine prachtvolle Schwarze Madonna, die jedes Jahr im Mai mit einer Prozession geehrt wird. Auch der Fontaine d'Amboise ist einen näheren Blick wert. Der Brunnen ist ein attraktives Stück Architektur des 16. Jahrhunderts und wird von einem malerischen Park mit Blick auf den Puy de Dôme umgeben. Das Musée d'Histoire Naturelle Henri-Lecoq wurde nach dem berühmten Naturforscher benannt, der den Großteil der darin ausgestellten regionalen archäologischen Fundstücke entdeckte. Im Musée d'Art Roger Quilliot kann man Kunstobjekte aus dem Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert besichtigen. Das Musée Bargoin vereinigt gleich zwei Museen unter seinem Dach. Der archäologische Teil stellt antike Exponate aus der Römerzeit aus, zum Beispiel Münzen und Schnitzereien. Im anderen Bereich dreht sich alles um Textilkunst und textiles Handwerk, denn hier sind wirklich einige atemberaubend schöne Teppiche aus Tibet, Syrien und dem Iran ausgestellt.
Ein Museum ganz ungewöhnlicher Art ist das L'Aventure Michelin. Vor der Tür wird man bereits vom größten Reifen der Welt empfangen, der 5300 Kilogramm auf die Waage bringt. Im Inneren erfährt man dann auf unterhaltsame Weise anhand von interaktiven Ausstellungsstücken alles über die Geschichte der Entwicklung der Gummiindustrie sowie über den Einfluss, den die Firma Michelin auf unter anderem die Luftfahrt hatte. Nach solch einem Ausflug bietet sich natürlich die Einkehr in eines der charmanten Bistros oder Restaurants an.