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Vor allem bei Naturliebhabern ist das kleine Städtchen Vöhringen beliebt. Rund um die Stadt herum laden zahlreiche Naherholungsgebiete mit gut ausgeschilderten Rad- und Wanderwegen zu einem erlebnisreichen Ausflug in die Natur ein. In dem Ort haben sich große und mittelständische Unternehmen angesiedelt, wie beispielsweise die Wielandwerke. Das Unternehmen gilt als eines der führenden Hersteller von Kupfer-Halbfabrikaten. Für die Arbeiter dieses Werks sind mehrere Arbeitersiedlungen in der Mitte des 19. Jahrhunderts entstanden, die heute noch besichtigt werden können. Die Häuser wurden in Ziegelbauweise mit Deutschem Band oder in Fachwerkbauweise errichtet. Eine der ältesten Kirchen der Stadt ist die Katholische Filialkirche St. Maria, deren Ursprünge bis ins 13. Jahrhundert zurückreichen. Deren Langhaus und Chor wurden im spätgotischen Stil errichtet.
Vöhringen liegt im Bundesland Bayern an der Iller. Nur etwa 20 Kilometer entfernt befindet sich die Stadt Ulm, Memmingen ist etwa 40 Kilometer entfernt. Die Stadt grenzt direkt an Baden-Württemberg und gehört der Donau-Iller-Region an. Über den Autobahnanschluss der A 7 ist der Ort an das Fernstraßennetz angebunden und bietet eine schnelle Verbindung nach Ulm und Memmingen. Vom Bahnhof aus können Zugreiseende mit der Illertalbahn ebenfalls in die nächstgelegenen Städte Ulm, Memmingen und Oberstdorf fahren.
Geschichtsinteressierte erwarten im Vöhringer Museum der Stadt- und Industriegeschichte interessante Ausstellungen zur bewegten Historie der Stadt. Besonders sehenswert ist der Kinoraum mit original Einrichtungsgegenständen aus dem alten „Capitol“-Kino. Unter den Exponaten finden sich aber auch ganz alltägliche Ausstellungsstücke, wie Omas Nähmaschine oder alte Fahrräder und Kinderwagen. So können die Besucher des Museums hautnah erleben, wie der Alltag und das Leben vergangener Generationen aussahen. Einer der wichtigsten Ehrenbürger des bayrischen Städtchens ist Wolfgang Eychmüller. Er war der ehemalige Vorstandsvorsitzende der Wielandwerke und ist Namensgeber für das gleichnamige Kulturzentrum. In dem Gebäude haben zahlreiche Künstler und Vereine eine neue Heimstadt gefunden. Der große Saal wird vorwiegend für kulturelle Veranstaltungen wie Theateraufführungen und Konzerte genutzt.
Zahlreiche Naherholungsgebiete in und um Vöhringen herum sind ein lohnendes Ausflugsziel für Erholungssuchende, Radler und Wanderer. So ist der Auwald ein Ort der Ruhe und lädt zum Spazieren und Abschalten ein. Er ist einer der letzten Auwälder entlang der Iller. Ein besonders schönes Plätzchen ist der See, in dem zwei regionale Künstler einen Naturskulpturenpfad errichtet haben. Wasserratten können in der warmen Jahreszeit im Vöhringer See Schwimmen und Baden. Mehrere Badestege führen hinauf aus Wasser und laden zum Sonnen oder einem leckeren Picknick ein. Radler erwartet auf dem Iller-Radweg eine reizvolle Naturkulisse direkt am Ufer des gleichnamigen Flusses. Wer mag, der kann bis nach Ulm oder Oberstdorf radeln.