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Langenau ist der perfekte Ausgangsort um die vielfältige Landschaft der nahegelegenen Schwäbischen Alb, des romantischen Donaurieds sowie des idyllischen Lonetals kennen zu lernen. Sehenswert ist die prähistorische Sammlung der Vor- und Frühgeschichte der Region. Hier kann man zahlreiche fossile Fundstücke aus den Höhlen des Lonetals – vor allem des Stadels und der Bärenhöhle – und aus der Umgebung von Langenau besichtigen. Zu den Höhepunkten der Ausstellung gehört der Schädel und Unterkiefer eines Hauerelefanten, der ein Alter von etwa 18 Millionen Jahren aufweist. Mit einem Alter von etwa 30.000 Jahren sind die Kleinplastiken aus Elfenbein aus der Vogelherdhöhle noch etwas älter.
Langenau ist eine Stadt in Baden-Württemberg. Sie liegt rund 16 Kilometer nordöstlich von Ulm sowie rund 66 Kilometer westlich von Augsburg entfernt. Mit dem Auto erreicht man die Stadt über die A 7 sowie A 8, die auch eine Verbindung nach Dänemark, Luxemburg und Österreich darstellen. Über Ulm und Aalen hat man einen direkten Anschluss mit der Bahn.
Das Heimatmuseum befindet sich in einem aus dem 16. Jahrhundert stammenden Helferhaus, das mit seiner Urtümlichkeit selbst bereits einen Besuch wert ist. Hier kann man die reichhaltigste Sammlung an alltagsgeschichtlichen Gegenständen in Württemberg besichtigen. Ein buntes Sammelsurium aus Schröpfgarnituren, Kropfschmuck, Puppenstuben, Riffeleisen, kunstvollen Fayencen, einer Schusterwerkstatt und vielem mehr bieten ein überbordendes Bild des Leben und Arbeitens im 18. und 19. Jahrhundert. Der Geschichte einer Minderheit widmen sich die Ungarndeutschen Heimatstuben. Mit vielen zusammengetragenen Exponaten und Schautafeln kann man sich der einmaligen Kulturlandschaft nähern. Glanzstück ist die "Vordere Stube", die mit original ungarndeutschem Mobiliar ausgestattet ist.
Wanderungen führen in das Donauried, eine ehemalige Moorlandschaft im Naturschutzgebiet Langenauer Ried. Hier kann man mit etwas Glück seltene Tierarten wie den Brachvogel oder den Eisvogel beobachten. Mit einer Größe von mehr als 79 Hektar bleibt ausreichend Raum für weitläufige Entdeckungstouren. Durch ihre Vielfältigkeit hat die UNESCO die Moorlandschaft zu einer der schutzwürdigsten Naturlandschaften Europas eingestuft. Unbedingt anschauen sollte man sich den Hohlenstein. Dabei handelt es sich um ein Felsmassiv mit zwei Höhlen – dem Stadel und der Bärenhöhle, die beide mehr als 50 Meter tief in den Fels ragen. Verbunden werden die Höhlen durch die Kleine Scheuer, ein etwa zehn Meter breites Felsdach. Die Bärenhöhle hat ihren Namen nicht von ungefähr – hier wurden mehr als 100 Bärenschädel und zahlreiche fossile Bärenknochen aus der Eiszeit gefunden. In dem Stadel fand man wiederum Werkzeuge und Knochenstück des Neandertalers sowie die weltbekannte etwa 32.000 Jahre alte Elfenbeinfigur "Löwenmensch".