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Bratwurst, Bier und die Plassenburg: Kulmbach bietet seinen Besuchern einiges an kulinarischen und kulturellen Highlights. Der Kulmbacher an sich kann nicht auf die Kulmbacher Bratwurst verzichten. Bei der Leckerei, die 1910 erstmals schriftlich erwähnt wurde, jedoch deutlich älteren Ursprungs ist, handelt es sich um zwei bis drei Würste, die in einem besonders großen Brötchen gegessen werden, das mit Anis bestreut wurde. Traditionell heißt die Semmel in der bayrischen Stadt „Bratwurststollen“. Zu trinken gibt es das Kulmbacher Bier der gleichnamigen Brauerei. Das traditionelle Unternehmen erfreut sich über die Grenzen des Landes hinaus an großer Beliebtheit. Der Geschichte der Brauereistadt kann man im Museum der Mönchshof-Brauerei Kulmbach nachgehen.
Die Stadt Kulmbach liegt an der Quelle des Mains, der hier aus den Quellflüssen Roter und Weißer Main entspringt. Kulmbach liegt etwa 25 Kilometer nordwestlich von Bayreuth. Mit der Bahn erreicht man die Stadt über Hof, Bayreuth und Nürnberg, mit dem Auto über die Autobahnen A9 und A70.
Kulmbach ist ein traditioneller Standort der Getränke- und Lebensmittelindustrie. So ist die RAPS GmbH & Co. KG ein weltweit agierender Produzent von Gewürzen. Auch die Kulmbacher Brauerei hat nach wie vor ihren Sitz in der Gründerstadt. Hier findet man auch die Fachschule für Bautechnik mit der Fachrichtung Hochbau, Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik. Außerdem kann man sich an der Akademie für Neue Medien, der Schule für Pharmazeutisch-Technische Assistenten und an der Fachschule für Lebensmitteltechnik ausbilden lassen.
Die Plassenburg ist das Wahrzeichen der Stadt. Dabei handelt es sich um eine von Befestigungen der Renaissancezeit umgebene Höhenburg aus dem 12. Jahrhundert. In den prachtvollen Gemäuern finden gleich vier Museen Platz: Das Landschaftsmuseum Obermain, das Deutsche Zinnfigurenmuseum, das Museum Hohenzollern in Franken sowie das Armeemuseum Friedrich der Große. Das Zinnfigurenmuseum ist mit über 300.000 Figuren das weltweit größte seiner Art. Höhepunkt der Sammlung ist das Diorama der Eroberung Kulmbachs am Konraditag. Es besteht aus über 19.500 Figuren, die den „schwarzen Tag Kulmbachs“ wieder lebendig werden lassen.
Zu den kulturellen Wurzeln der Stadt gehört der Kulmbacher Mönchshof, an dem über 600 Jahre lang Bier gebraut wurde. Besucher können an dem geschichtsträchtigen Ort das Bayerische Brauerei- und Bäckereimuseum besuchen und das ehemalige Mönchshof-Brauhaus besichtigen. Erfrischungen gibt es in der Mönchshof-Gaststätte mit großem Biergarten. Zu den besonders sehenswerten Exponaten der Ausstellung gehören die historischen Maschinen, Flaschen und Gerätschaften, die man zum Bierbrauen damals und heute benötigte. Eine kleine gläserne Brauerei macht es möglich, dass jeder Besucher ein Glas Museumsbier nach der Besichtigung erhalten kann.