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Im wunderschönen Allgäu liegt die Gemeinde Roßhaupten mit Blick auf die Berge der Alpen. Die Geschichte des Ortes mutet mythisch an, bereits der Ortsname reicht bis in das 9. Jahrhundert zurück. Der Sage nach soll am heutigen Standort der Gemeinde ein Drache getötet worden sein. Daher stammt der ursprüngliche Name "caput equi", "das Haupt des Pferdes". Noch heute legt die Gemeinde wert auf den sagenhaften Ursprung, dem man auf dem Drachenweg nachspüren kann. Eine weitere Sage erzählt das etwa vier Meter hohe „Steinerne Kreuz“, das auf einem großen Findling der Kirche steht. Sagenhaft ist auch der Blick, den man bei Wanderungen durch die alpine Landschaft auf die Umgebung werfen kann.
Roßhaupten ist eine Gemeinde am Forggensee, unweit der Alpen, die neben Wiesen und Wälder die umgebende Landschaft prägen. Mit der Bahn erreicht man die Gemeinde, indem man bis Seeg auf der Bahnstrecke von Biessenhofen nach Füssen fährt und dort mit den öffentlichen Verkehrsmitteln weiter fährt. Für die Anfahrt mit dem Auto nutzt man die A 7.
Eine Sage macht das Steinerne Kreuz auf dem Sandsteinfindling in Roßhaupten zu einer besonderen Sehenswürdigkeit. Der Geschichte nach war der Teufel über die neu erbaute Pfarrkirche St. Andreas so erbost, dass er Felsbrocken auf die Kirche werfen wollte. Als er gerade dabei war, ging die Sonne auf, die Glocken der Kirche fingen an zu läuten und der Teufel verlor seine Kraft. Der große Findling blieb übrig. Das Steinkreuz erzählt heute von dieser Sage. Auch die Kirche selbst ist einen Blick wert, denn sie ist für eine Dorfkirche von beachtlicher Größe. Durch die Gemeinde führte auch einst die alte Römerstraße "Via Claudia Augusta". Mehr zu der römischen Besiedelung der Region können Besucher im Dorfmuseum im Pfannerhaus erfahren. Zu den weiteren Schwerpunkten gehört die Ausstellung zu den drei Roßhauptener Bekanntheiten – dem Lautenbauer Caspar Tiefenbrugger, dem Barockbaumeister, Maler und Architekt Johann Jacob Herkommer sowie dem Bildhauer Roman Anton Boos – die alle zwischen dem 16. und 19. Jahrhundert lebten und wirkten. Sehenswert sind auch die kleinen, liebevoll ausgestatteten Kapellen der Gemeinde. Da wäre die Kapelle Mariä Schmerzen in Sameister, die von Herkommer erbaut wurde. Interessante original erhaltene Fresken kann man in der St. Ulrichskapelle in Fischhaus besichtigen.
Das vielfältige Umfeld der Gemeinde macht jeden Spaziergang und Ausflug zu einem besonderen Erlebnis. Entlang des Lechs geht es vorbei an Schluchten, rauschenden Wäldern, Mooren und Höhlen, was passend zum Ursprung des Ortes der Landschaft den Beinamen Drachenland gab. Der Drachenweg führt vorbei an dem Steineren Brückendrache an der Tiefentalbrücke und am Drachenbrünnle im Bachtal.