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Wäre Leeuwarden ein Mensch, würde man die Stadt zu Recht als frühreifes Früchtchen bezeichnen. Die ältesten Ausgrabungen haben Reste von Behausungen aus dem 2. Jahrhundert freigelegt. Nachweisliche erste Besiedlungen gab es dann ab dem 10. Jahrhundert und bereits im Jahr 1435 wurde Leeuwarden das Stadtrecht verliehen. Daher kommt es auch, dass es hier so alte architektonische Schätze zu bewundern gibt. Wussten Sie übrigens, dass die legendäre Mata Hari in Leeuwarden geboren wurde? Die Geschichte der Tänzerin und späteren Doppelagentin kann man im Fries Museum begutachten. Hier sind sämtliche Stationen ihres bewegten Lebens mit allen Höhen und Tiefen ausgestellt. Darüber hinaus startet und endet in der Stadt auch noch die weltberühmte Elf-Städte-Tour, die weltweit größte Eisschnelllauftour.
Leeuwarden befindet sich im Norden der Niederlande in der Provinz Friesland. Die Ferienstraße Oranier-Route führt an der Stadt vorbei. Außerdem verlaufen ebenfalls die Autobahnen A32 in Richtung Heerenveen und Zwolle, die A31 zum Abschlussdeich und die A7 nach Den Helder und Amsterdam in der Nähe von Leeuwarden. Die Verbindung zu Groningen und Harlingen erfolgt über Kanäle. Darüber hinaus gibt es Zugverbindungen im Nah- und Fernverkehr.
Ein Gebäude, das man sich beim Besuch der friesischen Hauptstadt keinesfalls entgehen lassen sollte, ist De Oldehove. Der Turm, der im spätgotischen Stil erbaut wurde, wird auch als der niederländische Turm von Pisa bezeichnet. Wie sein berühmter italienischer Bruder neigt er sich sichtbar zur Seite. Auch das Fries Museum ist ein absolutes Muss für einen Besuch in Leeuwarden. Hier kann man über 170000 Exponate bewundern, die alles über die Kultur und Geschichte Frieslands erzählen. Besonderes Augenmerk liegt hier auf der Silbersammlung, denn vom 17. bis zum 19. Jahrhundert waren die kunstvollen Silberschmiedearbeiten aus Friesland weithin begehrt. Die Altstadt hat vor allem architektonisch viel zu bieten: neben den malerischen alten Gassen stehen hier noch originale Bürgerhäuser aus dem 17. Und 18. Jahrhundert.
Im Keramikmuseum Princessehof können Sie Keramikstücke aus vielen Epochen zu allen erdenklichen Themen und in allen möglichen Erscheinungsbildern bewundern. Der Princessehof selbst wurde 1693 erbaut und lohnt ebenfalls einen näheren Blick. Jedes Jahr zu Himmelfahrt kann man mit dem Bloemetjesmarkt eines der regionalen Highlights erleben. Der riesige Blumenmarkt mit den über 200 Verkaufsständen lockt regelmäßig zu Himmelfahrt etwa 30000 Besucher in die Stadt. Tierisch wird es jedes Jahr im Januar, denn dann werden die majestätischen Friesen-Deckhengste, das lebendige Wahrzeichen Frieslands, gekört. Hochprozentig geht es in der Boomsma-Brennerei zu: besichtigen Sie doch einmal die Traditionsbrennerei und erfahren Sie alles wissenswerte über den originalen friesischen Kräuterbitter.