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Das Nordseebad Wremen an der Nordseeküste liegt direkt am Deich. Der Ort ist ein ehemaliges Bauern- und Fischerdorf, das zum Land der Wurten gehört, das von Bremerhaven bis Cuxhafen reicht. Die künstlich aufgeschütteten Hügel haben Menschen schon seit sehr langer Zeit vor Überflutungen geschützt. Hier reihen sich verträumte Dörfer mit alten Denkmälern aneinander und sind von einer weiten, satten Natur mit rauem Charme umgeben. Ganz im Zeichen der norddeutschen Tradition erscheint auch das Ortsbild von Wremen, das eine typisch norddeutsche Architektur aufweist. Ein alter Sielhafen rundet das romantische Bild ab. Von hier aus machen sich noch heute Krabbenkutter zum Fang auf. Nach rund 12 Stunden werden die frischen Meerestiere an Land gebracht, wo sie direkt gekauft oder verköstigt werden können. Sehenswert sind außerdem die Leuchttürme „kleiner Preusse“ und „Obereversand“, auf denen geheiratet werden kann und die gleichzeitig Ausstellungen über das Leben eines Leuchtturmwärters zeigen.
Bahnreisende gelangen direkt nach Wremen, denn der Ort hat einen eigenen Bahnhof mit Direktverbindungen nach Cuxhaven und Bremerhaven. Nur 15 Kilometer entfernt liegt Bremerhaven, das sogar einen kleinen Flughafen hat. In 30 Kilometer Entfernung befindet sich Cuxhaven, zu dessen Landkreis der Ort gehört. Die Nachbardörfer Dorum, Sievern und Mulsum liegen nur wenige Minuten mit dem Fahrrad entfernt.
In der Umgebung haben Archäologen ein Wurtendorf in der Seemarsch ausgegraben, das zwischen dem 1. und 5. Jahrhundert existierte. Erste urkundliche Erwähnung fand Wremen im 14. Jahrhundert. Die älteste Wehrkirche der Gemeinde, die „Willehaldi-Kirche“, stammt sogar aus dem frühen 13. Jahrhundert. Sie ist sehr gut erhalten und birgt einige wertvolle Kunstschätze aus dem 17. und 18. Jahrhundert, wie zum Beispiel das Taufbecken von 1738. Wremen und seine Nachbarorte haben eine Museumslandschaft erschaffen, die viel Wissenswertes aus allen Bereichen des Lebens zeigt. Beispielsweise zeigt das „Kuriose Muschel-Museum“ die Vielfalt der Muscheln und Schnecken im Watt. Das „Aeronauticum“ im Nachbarort Nordholz ist bekannt für die gut erhaltenen Exponate der maritimen Luftfahrt.
Direkt am Ortsrand liegen die Deiche, über die Besucher das Wattenmeer erleben können. Die weiten Wattgebiete werden im Norden nur durch die beiden Inseln Neuwerk und Scharhörn unterbrochen. Wer mehr über die Region und das Watt erfahren möchte, besucht am besten das „Nationalpark-Haus Wurster Nordseeküste“. Das Haus ist gleichzeitig Ausgangspunkt für geführte Wanderungen ins Watt und an den Deichen entlang. Wenn sich aufgrund der steifen Brise die Menschen in die Stuben setzen, geht der Spaß für die Surfer erst richtig los. Wremen ist aufgrund seiner stürmischen Wetterverhältnisse bei Surfern sehr beliebt. Am Strand haben Interessierte eine ordentliche Auswahl an Surfschulen und –läden, die nicht nur Waren, sondern auch Kurse für Anfänger und Fortgeschrittene anbieten. Die Wremer sind zudem sehr gesellige Menschen, die mehrmals im Jahr zusammenkommen. Highlights sind die „Grille“, ein regelmäßig stattfindendes Fest der Vereine und das „Kluvstockspringen“, bei dem Teilnehmer einen Graben mithilfe eines Stockes überspringen müssen. Auch Flohmärkte, Krabbentage und das Schipperfest sind ein fester Bestandteil der Dorfgemeinschaft. Ein Ausflug nach Bremerhaven zum deutschen Schifffahrtmuseum ist sehr empfehlenswert, denn Besucher können mit dem Hafenbus den Containerterminal erleben und die Lloyd-Werft betrachten.