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In Krumbach kann man bayrisch-schwäbische Kultur und Kulinarik genießen. Ob das ehemalige Hürbener Wasserschlösschen, dass eines der ältesten Gebäude Bayerns ist, die Pfarrkirche St. Michael aus dem 18. Jahrhundert oder das historische Rathaus – die Stadt hat einige Sehenswürdigkeiten zu bieten. Weit über die Grenzen der Region hinaus ist die Stadt für ihren Badstein bekannt. Dabei handelt es sich um ein ganz besonderes Gestein, das sich positiv auf Körper und Geist auswirken kann. Bei einer heilenden Anwendung im Krumbad kann man sich entspannen und die landschaftliche Idylle im Schwäbischen auf sich wirken lassen. Wie die Stadt zum Krumbad kam und noch mehr Anekdoten kann man im Mittelschwäbischen Heimatmuseum zu hören bekommen.
Krumbach ist eine Stadt im Kammeltal. Sie liegt zwischen Ulm, Augsburg und Memmingen. Von allen Städten ist Krumbach etwa 40 Kilometer entfernt. Mit dem Auto erreicht man die Stadt über die A 7, A 8 sowie A 96. Über Frankfurt am Main und München reist man mit der Bahn an.
Wer nach Krumbach kommt, der trifft schnell auf das Alte Rathaus, welches 1679 repräsentativ auf dem Marktplatz erbaut wurde. Der barocke Bau wurde auf dem höchsten Punkt zwischen den Tälern der Kammel und des Krumbachs erbaut, hier liefen bereits im Mittelalter alle Wege des alten Stadtkerns zusammen. Sehenswert ist auch die Mühlkapelle, die man in einer idyllischen Lage am Stadtgarten findet. Der Mahlmüller Johann Hamp ließ sich das hübsche Gebäude 1830 als private Betkapelle erbauen. Gleich nebenan entdeckt man die Stadtpfarrkirche St. Michael im Rokokostil. Sie wurde 1752 von einer der zentralen Figuren des schwäbischen Rokokos, Franz Martin Kuen aus Weißenhorn, errichtet. Über die Geschichte der Stadt kann man sich im Mittelschwäbische Heimatmuseum bestens informieren. Besonders lohnend ist der Besuch ab Weihnachten. Dann erstrahlt das Museum nicht nur im festlichen Glanz. Dann kann man auch besonders schöne schwäbische Krippenspiele besichtigen. Das Museumsgebäude selbst hat auch eine wechselvolle Geschichte. Es handelt sich um ein ehemals jüdisches Bürgerhaus, das ein Zeichen für die frühere große jüdische Gemeinde ist.
Um sich zu erholen muss man in Krumbach nicht weit gehen. Durch die Stadt führt ein Kneipp-Rundweg, auf dem man wunderbar entspannen kann. Körper und Geist können sich auch im Heilbad Krumbad mit neuer Energie aufladen. Seit 1891 kann man hier die Quellen nutzen um Energie zu tanken. Der damalige Leiter des Heilbades, Dominikus Ringeisen, war mit Pfarrer Sebastian Kneipp befreundet, weshalb sich hier die Kneipp’sche Wassertherapie erfolgreich durchgesetzt hat. Hier findet man noch heute den deutschlandweit einzigartigen Badstein. Als Pulver in Steinschlammbäder und Schlammpackungen kann das an Kieselsäure und Spurenelementen reichhaltige Gestein seine volle Kraft entfalten.