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Bengaluru ist eine Megametropole mit mehr als 8 Millionen Einwohnern. Damit ist die Hauptstadt des Bundesstaates Karnataka die drittgrößte Stadt Indiens. Was Bengaluru so speziell macht, ist jedoch die Vermischung der traditionellen indischen Lebensart mit westlichen Kultureinflüssen. Man sagt, dass die Sehenswürdigkeiten der Stadt zwar schön seien, aber weshalb man eigentlich hierherkommt, ist der Wunsch, das Zusammenwachsen dieser unterschiedlichen Mentalitäten mitzuerleben. So ist es nicht sonderlich überraschend, wenn man Einheimische ihre Unterhaltung auf Englisch führen hört oder viele Menschen in westlicher Kleidung herumlaufen. Gerade aufgrund der explosiven Entwicklung der IT-Branche gibt es in Bengaluru sehr viele Mittelständler mit gehobenem Einkommen. Da ein guter Teil der IT-Fachkräfte aus dem westlichen Ausland zugewandert ist, entwickelte sich natürlich auch der Unterhaltungs- und Konsumbereich in diese Richtung. Der Gegenentwurf zu dem pulsierenden Gesellschaftsleben der Metropole ist die große Anzahl von Grünanlagen, die ihr auch den Beinamen Gartenstadt eingetragen hat.
Bengaluru befindet sich im südlichen Teil Indiens. Der Bengaluru International Airport ist etwa 40 Kilometer vom Stadtzentrum entfernt. Der Fern- und Regionalverkehr erfolgt über Bahn oder aber Schnellbusse. Der Innerstädtische öffentliche Nahverkehr erfolgt über Bus, Autorikscha oder Taxi. Im Jahre 2011 wurde darüber hinaus die Metro Bangalore eröffnet.
Bengaluru ist eine Hochburg der Hochtechnologie. Luft- und Raumfahrt sind gewichtige Standbeine der Wirtschaft am Standort. Die wichtigsten Unternehmen dieser Sparte sind Hindustan Aeronautics Limited, wo militärische und auch zivile Flugzeuge entwickelt werden, die National Aerospace Laboratories und die Indian Space Research Organisation, beide in der Entwicklung von Satelliten und Raketen tätig. Vor allem aber die IT-Technik hat durch die Ansiedlung vieler internationaler Softwarekonzerne in den vergangenen Jahren eine sprunghafte Entwicklung hingelegt. Dadurch erhielt die Stadt den Spitznamen Indisches Silicon Valley. Bekannte Namen wären hier zum Beispiel SAP, Intel, Cisco Systems, HP und noch viele mehr. Auch die Biotechnologie ist ein Wirtschaftszweig, der hier in rasantem Wachstum begriffen ist.
Ein architektonisches Highlight der Riesenmetropole ist der Palast und dort speziell die Durbar Hall, in der viele kostbare Gemälde ausgestellt sind. Der Prunkbau wurde 1887 im Tudorstil für die königliche Familie der Wadiyars errichtet. Heute ist der Palast ein Veranstaltungsort für Ausstellungen, aber auch Großevents wie Konzerte internationaler Musikgrößen. In dem Palast traten bereits Deep Purple und die Rolling Stones auf. Die Nationalgalerie für moderne Kunst hat eine Dauerausstellung und auch verschiedene Wechselausstellungen. Hier sind Werke berühmter zeitgenössischer indischer Künstler ausgestellt, darunter Raja Ravi Varma und Abanindranath Tagore. Das Hal Aerospace Museum vermittelt einen spannenden Einblick in die Geschichte der indischen Luftfahrt. Hier kann man unter anderem eine echte MiG-21 besichtigen.
In Bengaluru kann man an verschiedenen Thementouren teilnehmen. Möchten Sie gern die Kultur der Metropole entdecken oder doch lieber die historische Altstadt durchwandern? Auch ein Spaziergang durch einen der vielen prachtvollen Parks ist möglich. Zur Stärkung nach solch einer Tour bietet sich natürlich der Besuch eines der zahlreichen Restaurants in der Stadt an. Im Mavalli Tiffin Rooms kann man authentisches Bengaluru-Flair genießen und bekommt traditionell indische Speisen serviert. Bereits seit 1924 gibt es dieses Lokal und es ist bekannt für sein hervorragendes Essen.