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Wer in Tönning zu Besuch ist, den zieht es zuerst an den historischen Hafen, von dem man einen tollen Blick auf die Nordsee hat. Beim Anblick des imposanten Baudenkmals kann man erahnen, wie quirlig und lebendig es in der kleinen Hafenstadt zugegangen sein muss, als der Handel hier noch blühte. Heute kann man hier die Möwen bei ihren Flügen beobachten und das denkmalgeschützte Kanalpackhaus aus dem Jahr 1783 besuchen. Wo in den goldenen Zeiten des alten Schleswig-Holsteinischen Kanals Waren gelagert wurden, befindet sich heute das Heimatmuseum. Der Speicher ist gleichzeitig das Wahrzeichen der Stadt, in der Vorweihnachtszeit verwandelt er sich in den längsten Adventskalender der Welt.
Tönning ist eine Stadt an der Eider, unweit der Mündung zur Nordsee. Die nächstgrößeren Städte sind das etwa 77 Kilometer nordöstlich gelegene Flensburg und das etwa 90 Kilometer östlich gelegene Kiel. Man erreicht die Hafenstadt mit der Bahn über Husum sowie Bad St. Peter-Ording. Autofahrer nutzen zur Anfahrt die Bundesstraße 5, die über die Eider führt.
Der Besuchermagnet in Tönning ist das Nationalpark-Zentrum Multimar Wattforum. Hier erfährt man alles über die Geschichte, Flora und Fauna des Nationalparks Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer. In 36 Aquarien können Besucher mehr als 280 Arten von Fischen, Schnecken, Muscheln und Krebsen entdecken – nur eine Glasscheibe trennt sie dabei von Stören, Nagelrochen und Katzenhaien. Der Hummer und die Seepferdchen lassen sich schwerer entdecken als die majestätischen Fische. Kulturfreunde zieht es in die St.-Laurentius-Kirche in Tönning. Schon von weitem fällt die mittelalterliche Saalkirche durch ihren 62 Meter hohen Barockturm auf. Die Grundmauern der Kirche gehen bis auf die Jahre um 1186 zurück. Nach vielen Wendungen der Zeit erhielt die Kirche zwischen 1703 und 1706 ihren heutigen Turm. Der Baumeister Jacob Bläser orientierte sich dabei am Turm von St. Trinitatis in Altona. Im Innenraum warten Schätze aus dem 16. und 17. Jahrhundert darauf besichtigt zu werden. Einer der Besonderheiten ist der Lettner aus dem Jahr 1635. Die geschnitzte Eichenholzwand trennt den Chor vom restlichen Raum ab. Die 33 Messingsäulen tragen jeweils einen Stifternamen. Über einem Gitter findet man Schnitzwerk mit dem Wappen und Initialen von Johann Adolf Kielmann von Kielmannsegg. Selten ist die Lettner-Orgel, die man in der Tönninger Kirche sehen kann.
Zu jeder Jahreszeit ist ein Spaziergang am Strand von Tönning ein Muss. Hier kann man das typisch nordfriesische Flair am Grünstrand mit Deich genießen oder es sich im Sommer am Sandstrand bequem machen. Eine schöne und sportliche Zeit kann man auch beim Baden oder auf einem der Beach-Soccer- und Beach-Volleyballplätze verbringen.