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Seit dem 14. Jahrhundert trutzt Gerolstein an der Kyll allen Widrigkeiten. Während der napoleonischen Kriege zerstört und mehrmals niedergebrannt, wurde die Stadt unterhalb der Burg Gerhardstein doch immer wieder aufgebaut. Gelegen in der Vulkaneifel, einer Landschaft voller Geheimnisse, und am längsten Fluss der Eifel erstrahlt die Stadt heute nicht nur in voller Schönheit, sondern gilt auch als staatlich anerkannter Luftkurort. Von hier aus starten unternehmungslustige Besucher zu Wander- oder Radtouren in das Gerolsteiner Land, das zwischen den Flusstälern von Mosel, Rhein und Ahr liegt. Oder sie besuchen eine der Eifel-Burgen, zum Beispiel die Wasserburg Lissingen aus dem 13. Jahrhundert, die auch als Veranstaltungsort genutzt wird. Im verkehrsberuhigten Stadtzentrum lässt es sich zudem vortrefflich entlang der zahlreichen kleinen Geschäfte bummeln und in einem der gemütlichen Cafés Rast halten.
Gerolstein liegt im Westen Deutschlands in der Nähe der Grenze zu Belgien und Luxemburg. Die nächstgelegenen größeren Städte sind Bonn und Koblenz, die rund 90 bis 100 Kilometer entfernt liegen. Mit dem Auto erreicht man Gerolstein am besten über die Autobahnen A48 und A1 und die Bundesstraße B410. Bahnreisende fahren über die Eifelstrecke Köln-Trier bis zum Bahnhof Gerolstein.
Als der Bergwerksdirektor Wilhelm Castendyck im Jahr 1888 die Firma Gerolsteiner Sprudel W. Castendyck gründete, war er sicher von seinem Erfolg überzeugt. Wahrscheinlich ahnte er aber nicht, dass das Mineralwasser, das er damals noch in Tonkrüge abfüllen ließ, mehr als 100 Jahre später weltweit bekannt sein sollte. Heute füllt die Gerolsteiner Brunnen GmbH & Co. KG ihr St. Gero Heilwasser und verschiedene Mineralwässer in formschöne Glasflaschen ab und verschickt sie aus der Eifel in mehr als 30 Länder.
Ein Spaziergang durch den alten Stadtkern von Gerolstein führt zum ehemaligen Rathaus aus der Zeit des Spätbarock, das heute das Naturkundemuseum beherbergt. Neben Fossilien, Vulkangesteinen und Mineralien gibt es hier eine artenreiche Schmetterlingssammlung zu sehen. Wer sich für die Geschichte der Region interessiert, sollte das Sarresdorfer Pfarrhaus besuchen, in dessen zehn Räumen die Lebenskultur vergangener Jahrhunderte präsentiert wird. Vor allem für die jüngere Generation ist auch ein Besuch im Telefonmuseum spannend, in dem neben Telefonen auch Radios und Phonogeräte aus mehr als 75 Jahren zu sehen sind.
Die Papenkaule, das Buchenloch und die Mühlsteinhöhlen sind nur einige der faszinierenden Natursehenswürdigkeiten rund um Gerolstein. Am besten erkundet man diese auf einer der geführten Erlebniswanderungen, die durch die Touristeninformation der Stadt angeboten werden. Mit ortskundiger Begleitung geht es so zum Beispiel auf den Eifelsteig und durch die Gerolsteiner Dolomiten vorbei an geheimnisvollen Höhlen, bizarren Vulkankratern und erfrischenden Quellen.