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Zwischen Marsch und Heide liegt die norddeutsche Stadt Winsen. Das Stadtbild wird durch die drei Flüsse gezeichnet, die den Norden der Stadt zeichnen: Luhe, Ilmenau und Elbe. Im Süden bringt die hohe Geest ihren Reiz in die Landschaft. Das kulturelle Zentrum und auch Wahrzeichen ist das imposante Wasserschloss mit seinem Marstall. Das Ensemble wird durch das Rathaus aus dem späten 19. Jahrhundert und die Kirche St. Marien komplettiert. Der bekannteste Sohn der Stadt ist Eckermann. Stöbert man in den vielen Aufzeichnungen des deutschen Nationaldichters Johann Wolfgang von Goethe, stößt man immer wieder auf den Namen Johann Peter Eckermann. Dieser war zeitlebens die helfende Hand des Gelehrten.
Die Stadt Winsen an der Luhe liegt in der Metropolregion Hamburg, die bekannte Hansestadt liegt nur etwa 30 Kilometer entfernt. Die nächstgrößere Stadt ist das 20 Kilometer entfernte Lüneburg. Mit dem Auto erreicht man die Stadt über die A39. Über Hamburg, Hannover und Lüneburg gelangt man mit der Bahn nach Winsen.
Wer mehr über Goethes Gehilfen erfahren möchte, der besucht das Heimatmuseum im Marstall. Dort erfahren Besucher alles Wissenswerte über die Stadtgeschichte, Johann Peter Eckermann und die spannende Elbmarschkultur. Diese einmalige Kultur wird durch herausstechende Exponate wie Stickereien, Trachtenteile und Intarsienmöbel der Winsener Elbmarsch veranschaulicht. Gleich nebenan strahlt das Winsener Schloss, das mindestens seit dem Jahr 1315 hier seinen Standort hat. Hier können Besucher einen Abstecher in den Schlossturm machen, wo eine weitere Ausstellung besichtigt werden kann. Eine Kostbarkeit ist in der nahen St.-Marien-Kirche untergebracht. In der Kirche aus dem frühen 15. Jahrhundert kann man die im Sonnenlicht farbigen Chorfenster von Claus Wallner und das Altarbild von Fritz Fleer besichtigen. In das mittelalterliche Winsen wird man entführt, wenn man sich das Blaufärberhaus anschaut. Das älteste noch erhaltene Bürgerhaus auf der Luheinsel stammt aus dem Jahr 1585 und ist vor allem durch seinen verzierten Giebel im Renaissance-Stil gut zu erkennen.
Für einen Spaziergang stehen die Winsener Luhegärten zur Verfügung. Auf etwa 22 Hektar befindet sich ein Natur- und Parkgelände, das mehrmals im Jahr durch die reiche Blüte an Dahlien, Tulpen und anderen Frühlings- und Sommerblumen erstrahlt. In den Themengärten „Chinesische Heilkräuterapotheke“ und „Klostergarten“ kann man sich über die heilende Wirkung von Kräutern und Pflanzen informieren und in die mittelalterliche Welt entführt werden. Lustwandeln können Spaziergänger auf der Luhepromenade und im Schlosspark, der durch duftende Rosen und die urigen Bäume betört. Naturfreunde sollten einen Ausflug in die Winsener Marsch machen. Dort kann man mit etwas Glück Brandgänse, Uferschnepfen und Neuntöter entdecken.