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Ob zum Ski fahren im Winter oder im Sommer zum Wandern durch die idyllische Bergwelt: In Reit am Winkl können Besucher zu jeder Jahreszeit eine tolle Zeit fernab des Alltags verbringen. Die besten Pisten finden Freunde des puderzarten Schnees auf der Winklmoos-Alm und der benachbarten Kammerkör-Steinplatte. Hier kann man aus einer Höhe bis zu 1900 Meter in die Tiefe gleiten. Im Sommer laden satte grüne Wiesen zum Wandern ein. Dann kann man die Bayrischen Alpen erkunden, hoch hinaus geht es zum Beispiel auf den 1776 Meter hohen Berg Dürrnbachhorn. Die kulinarische Seite der bayrischen Alpen lernt man am besten bei einer Rast auf der Hutzenalm oder im Glapfhof kennen.
Reit im Winkl ist eine Gemeinde im Chiemgau, unweit des Chiemsees. Der Ort befindet sich in dem Tal Kaiserwinkl, das von Bergen umgeben und nur durch das Inntal zu erreichen ist. Diese günstigen Bedingungen sorgen für viel Schneefall und machen den Ort zu einem beliebten Wintersportort. Man erreicht Reit im Winkl über die A8 sowie A93, die die Anreise aus Richtung München aber auch Österreich möglich machen. Der nächstgelegene Flughafen ist der etwa 80 Kilometer entfernte Flughafen Salzburg. Wer mit der Bahn anreisen möchte, der fährt über München und Salzburg, von wo es bis nach Bernau am Chiemsee, Übersee oder Prien am Chiemsee weitergeht. Von dort reist man mit dem Bus nach Reit im Winkl.
In Reit im Winkl pflegt man Traditionen und bayrisches Brauchtum. Mehr über die Geschichte der Region erfährt man in den Museen der Gemeinde. Dazu gehört das Sakrale Museum. Im etwa 200 Quadratmeter großen Kirchenspeicher neben dem Glockenturm der Kirche St. Pankratius finden Besucher etwa 270 Exponate, die sich dem religiösen Leben widmen. Neben Krippen, Heiligenfiguren, Karfreitagsratschen und goldbestickten Messgewändern ist das „Heilige Grab" mit bunten Glaskugeln aus dem späten 18. Jahrhundert das Highlight der Ausstellung. Es ist eine barocke Kostbarkeit, die nur noch in wenigen Gemeinden vorhanden ist. Einem ganz anderen Thema widmet sich das Schnapsmuseum Penninger. In der Ausstellung der Alten Hausbrennerei Penninger kann man unter anderem eine alte Kupfer-Brennerei, Likörmischer und ein Kräuterlabor besichtigen – natürlich kann man auch einige der Köstlichkeiten verkosten, die das Familien-Unternehmen mit Sitz im südlichen Bayerischen Wald noch heute verkauft.
Möchte man die Chiemgauer Berge und Wiesen bei einer Wanderung besser kennen lernen, wählt man den Taubensee-Rundweg. Auf einer Länge von etwas mehr als 17 Kilometern geht es steil hinauf, vorbei an der Stoibenmöseralm und der Sauermöseralm. An der Taubenseehütte und der Hirzinghütte kann man eine Rast einlegen und am Aussichtspunkt „Tauernblick und Chiemseeblick“ das Panorama über die Bergwelt genießen.