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In Harsewinkel hat jeder Stadtteil seinen Charakter, was nur eine Besonderheit dieses Ortes ist. Die drei Teile Harsewinkel, Marienfeld und Greffen liegen in der münsterländischen Bucht, nicht weit entfernt befindet sich die urtümliche Kulturlandschaft Ostwestfalens. Einige Jahre zurückversetzt fühlt man sich in Marienfeld, dessen Wirkung durch das hiesige Kloster bestimmt wird. Besucher sollten dort einen Abstecher in die imposante Abteikirche machen.. Die Anfänge der Industrialisierung kann man in Harsewinkel mit dem Landmaschinenhersteller Claas nachspüren. Wer sich für die landwirtschaftliche Geschichte der Stadt und das Unternehmen Claas interessiert, sollte das Heimatmuseum besuchen.
Harsewinkel ist eine Stadt an der Ems und gehört zum Münsterland – bis zum nördlich gelegenen Teutoburger Wald sind es etwa 15 Kilometer. Zu den nächstgrößeren Städten gehört das etwa 15 Kilometer entfernte Gütersloh sowie das etwa 25 Kilometer östlich gelegene Bielefeld. Mit der Bahn fahren Besucher bis nach Rheda-Wiedenbrück, Oelde oder Gütersloh, von dort geht es mit dem Bus weiter. Autofahrer nutzen für die Anreise die A 2 oder A 33.
Kulturfreunde sollten sich einen Besuch des Klosters Marienfeld nicht entgehen lassen. Das im 12. Jahrhundert gegründete Zisterzienserkloster war eine lange Zeit das wichtigste Kloster Westfalens. Heute kann man dies noch in der spätromanischen Abteikirche nachspüren. Zu den Highlights der Kirche gehört die barocke Innenausstattung. Hochaltar, Kanzel und eine Orgel, die die gesamte Westwand einnimmt, sind die Mittelpunkte des Kirchenschiffs. Besonderer Blickfang sind die von Evert van Roden geschaffenen Apostelskulpturen. Besichtigen kann man auch ein ganz besonderes technisches Denkmal, die Sägemühle Meier Osthoff mit einer Wehranlage aus dem Jahr 1886. Das Museum im Turm der St.-Lucia-Kirche beherbergt hingegen eine ganz andere Art von Schatz. Dort kann man 14 aufwändig restaurierte Fahnen besichtigen, auf denen die Maria, die Heilige Lucia und die Evangelisten abgebildet sind und die bei Prozessionen mitgeführt werden. Der landwirtschaftlichen Vergangenheit der Region kann man sich im Heimatmuseum Marienfeld nähern. Unter anderem gibt es hier landwirtschaftliche Großgeräte, eine originale bäuerliche Küche und die Werkstätten eines Webers, eines Schmieds sowie eines Holzschuhmachers zu besichtigen. Das Werk des Harsewinklers Franz Josef Jung kann man in einer Ikonenausstellung kennen lernen. Der Steinmetz- und Steinbildhauermeister schuf mehr als 100 Großikonen, die Ausstellung der ursprünglich russischen Kunst ist einmalig in ganz Europa.
Auf dem Harsewinkeler Weg können Wanderer die Wälder und Felder rund um die Stadt erkunden. Auf rund 15 Kilometern geht es durch das Naturschutzgebiet Versmolder Bruch und vorbei an dem Idingsee zum Versmolder Rathaus. Auf historischen Spuren kann man auf dem Prälatenweg wandeln. Diese Tour verbindet die drei Klöster Marienfeld, Herzebrock und Clarholz und ist damit ein besonders spiritueller Weg.