Da staunten die HRS-Mitarbeiter nicht schlecht, als sie plötzlich Besuch von vier Chinesen bekamen – noch dazu mit voll bepackten Fahrrädern. Weitaus beindruckender als die  Anwesenheit der Gäste aus Übersee war allerdings die Geschichte, die sie zu erzählen hatten.

Denn die vier Jungs wollten innerhalb von neun Monaten mit dem Rad von Hongkong nach Paris fahren – und legten dabei einen kurzen Zwischenstopp in Köln ein. Hier erzählten sie uns und HRS-Geschäftsführer Tobias Ragge, wie es zu ihrer Reise gekommen ist.

Bike for another choice

Die vier Abenteurer aus Hongkong lernten sich über das Internet kennen und gründeten die Gruppe BFAC (Bike for another choice). Frei nach dem Motto: „Du hast viele Möglichkeiten im Leben. Entscheide dich für deine eigene und nicht für die der Anderen.“ Ihre Reise starteten Tin Yu Yu, Tsz Kin Wong, Tai Loi Chung und Yin Man Law im Mai, ein paar Monate später erfuhren sie von einer Kampagne, die das chinesische HRS-Büro zum 40. Geburtstag  des Unternehmens durchführte.

40 years 40 dreams

Ziel der HRS-Aktion „40 years 40 dreams“ war es, den Menschen in China ihre Träume von einer Europa-Reise zu realisieren. Denn für viele Chinesen ist es aufgrund der Schwierigkeiten ein Visum zu bekommen und den bescheidenen finanziellen Verhältnissen fast unmöglich nach Europa zu reisen.

Mit der Aktion wollte HRS den jungen Menschen in China Mut machen, ein anderes Leben einzugehen und das zu machen, was sie sich erträumen. Weil die vier Chinesen mit ihrer großartigen Idee überzeugten und genau den Nerv der Kampagne trafen, wurde ihre Reise von HRS China finanziell unterstützt.

Hightlights der Reise

Auf Ihrem Weg nach Paris fuhren die vier Freunde unter anderem durch Tibet, Indien, Budapest, Bulgarien, Prag und Polen. Auf Ihrer Reise gab es zahlreiche Highlights (aber auch ein paar Negativ-Erlebnisse). Besonders beeindruckt waren die Jungs von Tibet, wo sie auf viele andere Reisende trafen, die den beschwerlichen Weg zum Gipfel ebenfalls erklommen.

Manch einer der älteren Menschen machte längere Pausen zwischendurch, aber alle schafften es schließlich bis ans Ende. Tief getroffen waren die Freunde von einem 40-jährigen Mann, der aufgrund seiner Krebserkrankung nur noch wenige Monate zu leben hatte und sich mit der Reise nach Tibet einen großen Traum verwirklichte.

In Tibet trafen sie auch Menschen, die wollten, dass das Team ihren Traum für sie erfüllt. Damit diese in Gedanken bei der Gruppe waren, unterschrieben sie auf der mitgebrachten Fahne von BFAC (diese zeigten sie uns übrigens stolz bei ihrem HRS-Besuch in Köln).

Negativ-Erlebnisse

Der Aufenthalt in Indien hingegen war schlimm für die vier Reisenden. Die vielen Moskitos machten ihnen das Leben schwer und die Übernachtung in einem Hostel in 5.200 Metern Höhe war ebenfalls eine Qual. In Bratislava wurde den jungen Männern das Gepäck samt Kamera gestohlen. Viele Fotos, die sie unterwegs geschossen hatten, gingen dadurch verloren.

Zum Glück hatten sie bereits im Vorfeld die meisten davon auf Ihrer Facebook-Seite und auf ihrem Blog veröffentlicht. Insgesamt waren die chinesischen Besucher 220 Tage mit dem Fahrrad unterwegs. Warum eigentlich mit dem Rad, fragt sich manch einer vielleicht. Hierfür gibt es eine einfache Erklärung, „denn mit dem Rad ist es schlichtweg billiger zu reisen“, so Tai Loi Chung. Außerdem sieht man sieht mehr von Land und Leuten. Wir zollen den vier Chinesen dafür den größten Respekt 😉

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