Polen – das Land der Adler und Störche

28. Juni 2013 Europa 5 Min. Lesezeit

Der Legende nach soll, über Herzog Lech, einem der Gründungsväter Polens, einst ein weißer Adler auf der Krone eines Baumes gelandet sein. Daraufhin soll Herzog Lech an diesem Platz die Stadt Gniezno gegründet haben.

Wenn man heute durch die abwechslungsreichen, naturbelassenen Landschaften Polens wandert, dann sind es nicht nur Adler, die einem auch in der Hohen Tatra begegnen können. Große Storchenschwärme ziehen vor allem in Masuren ihre Kreise. Polen ist europaweit gesehen das Land, dass die vielfältigste Fauna und Flora aufweisen kann. Polen ist nicht nur das wichtigste Brutgebiet für Zugvögel.

Hier gibt es viele Tierarten, die sonst schon längst ausgestorben sind: Wie das Wisent und den Braunbär im Białowieża-Urwald, ziehen auch Wölfe und Luchse durch Bergtäler und Wälder. Polen ist und war schon lange auch ein Paradies für Jäger, denn hier gibt es noch viele Elche, Rehwild, Rotwild, und natürlich auch Schwarzwild. Nach den großen Seengebieten Finnlands ist Polen, mit seiner masurischen Seenplatte, das Land mit den meisten Seen in ganz Europa.

Pier.

Hier, wo das dunkle Grün der tiefen Wälder mit dem klaren Blau, unergründlicher Seen einzigartige Kontraste bildet, sind Biber und unzählige Fischarten Zuhause. Es ist nicht nur ein Angler- und Segler- und Wassersportparadies – hier kann man auch ungestört zu Fuß oder mit dem Fahrrad diese wunderschöne Naturlandschaft auf sich wirken lassen. Da Polen ein Land mit einer sehr wechselhaften Geschichte ist, sind es nicht nur die Naturschönheiten, sondern auch viele historische Kulturbauwerke und Denkmäler, die auf jeden Fall lohnenswert für ausgiebige Besichtigungstouren sind.

Polen ist schon längst kein Geheimtipp mehr für den Natur- und Kulturliebhaber

Nachdem man das Auto mit seinen Fahrrädern beladen hat, kann man über die Autobahn Warschau und andere Städte Polens schnell erreichen. Möchte man aber das polnische Ostseegebiet kennenlernen, dann fährt man langsam an der Ostseeküste, von der Pommerschen bis zur Danziger Bucht entlang und kann so ein kulturhistorisches Kleinod nach dem anderen erkunden.

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Ob Szczecin, Swinemünde, Rewal, Kolobrzeg, Koszalin oder Gdansk, überall gibt es in diesen alten Hansestädten viel zu entdecken. Der weiche, weiße Sand der weitreichenden Ostseeküste, mit ihren Nehrungen, Dünen und ihren flachen Stränden, ist der ideale Rückzugsplatz für die ganze Familie – zum Ausspannen und Sonnenbaden.

Wenn man sich dann die Mühe macht, etwas in das Landesinnere zu fahren, so kann man auch alte, restaurierte, ehemalige ostpreußische Schlösser finden, die zu sehr günstigen Preisen Voll- oder Halbpension anbieten. Und Gastfreundschaft, wie auch Hilfsbereitschaft, wird in Polen sehr groß geschrieben. Ob es der günstige Ferienaufenthalt auf dem Bauernhof am masurischen Seeufer ist, oder der Hotelaufenthalt, während einer Stadtbesichtigung von Breslau oder Danzig – polnische Gastgeber geben sich viel Mühe, um alle Wünschen zu erfüllen.

Kraków

Die Besichtigungsfahrten in Richtung Breslau und Krakau sind für den Liebhaber alter, historischer Gemäuer und für den Wissbegierigen in Sachen Kultur- und Lebensgeschichte ein absolutes Muss. In Krakau ist nicht nur das alte Königsschloss sehr beeindruckend. Hier ist einer der ältesten Hochschulstandorte Europas – von Kopernikus bis Marie Curie haben hier viele berühmte Akademiker die Grundlagen für ihre wegweisenden wissenschaftlichen Entdeckungen gebildet.

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Es gibt 1 Kommentar zu diesem Artikel

  1. Hallo Frau Lövenich,

    sehr schöner Bericht! Ich kann ebenfalls bestätigen, dass es etwas Besonderes ist, wenn man während der Reise in ehemaligen ostpreußischen Schlössern z.B. in Masuren übernachtet.
    Inzwischen wurden sehr viele Schlösser renoviert und sie dienen jetzt als Hotels. Ich kann es wirklich empfehlen.

    Beste Grüße,
    Marek Brylla

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