Als offizielle Kandidatenstadt konkurriert Hamburg mit Boston und Rom um die Austragung der Olympischen Spiele 2024. In Sachen Genuss hat die Alstermetropole schon einmal eine ganze Menge medaillenverdächtiger Locations zu bieten. Zum Beispiel die folgenden fünf Restaurants, die 2015 neu in den Guide MICHELIN 2015 aufgenommen wurden.

Die Gabel hat immer recht

„Der Kellner soll nicht zehn Minuten den Teller erklären müssen“, findet Martin Schwarze, der seit November 2014 in der Küche des Eppendorfer Restaurants Noas das Regiment führt. Um dem Gast die Angst zu nehmen, beim Essen etwas falsch zu machen, setzt er daher auf klare Strukturen. Betreiber Stephan Kolba bringt es auf den Punkt: „Man kann mit der Gabel keinen Fehler machen.“ Die Qualität der Produkte steht für beide an erster Stelle. So locken die butterzarten Dry Aged Steaks aus eigener Reifung viele Gäste immer wieder in das Restaurant am Isekai. Das lockere, entspannte Ambiente begeistert auch die jüngere Klientel, und wer sich vor dem Essen noch ein wenig sportlich betätigen möchte, kann sich im angeschlossenen Bootsverleih ein Paddelboot mieten und Hamburg zu Wasser erkunden.

Öffnungszeiten:

Mo. – Fr. 12 – 15 Uhr (Mittagstisch) und 18 – 23 Uhr, Sa. 13 – 23 Uhr, Sonntag Ruhetag.

©Noas
©Noas
©Noas
©Noas

Ungewöhnliche Kombinationen

Kirill Kinfelt hat seinen Spitznamen „Trüffelschwein“ zum Programm gemacht und spürt mit Leidenschaft edle Zutaten für seine Gäste auf. Im gleichnamigen Restaurant TrüffelSchwein interpretiert er damit feine Gerichte der französischen und internationalen Küche neu und überrascht gerne mit ungewöhnlichen Kombinationen. Kinfelt, der zuvor auf verschiedenen Kreuzfahrtschiffen gearbeitet hat, findet, dass Hamburg eine weltoffene Stadt ist, und sein abwechslungsreiches Angebot ist mindestens genauso weltoffen wie die Hansestadt. Auf der Karte des Trüffelschweins ist natürlich auch immer mindestens ein Gericht zu finden, das mit Trüffel verfeinert wurde – zum Beispiel das Iberico-Schwein mit Trüffel, Aubergine, Blumenkohl und Radieschen – ein Klassiker des Winterhuder Restaurants.

Öffnungszeiten:

Di. – Fr. 12 – 14.30 Uhr (Mittagstisch) und 18 – 24 Uhr, Sa. 18 – 24 Uhr, Sonntag und Montag Ruhetag.

©TrüffelSchwein
©TrüffelSchwein

©Trüffelschwein
©TrüffelSchwein

Puffige Opiumhöhle

Wenn sich Tim Mälzer mit seinem Kollegen Thomas Imbusch daran macht, ein innovatives Gastronomiekonzept zu entwickeln, kann daraus nur der „absolut perfekte Abend“ entstehen. Den zumindest haben sich die beiden Küchenchefs und das Team von Madame X im Off Club auf ihre Fahnen geschrieben. Auf dem Gelände eines ehemaligen Kraftwerks in Hamburg-Bahrenfeld verbindet der Off-Club trendige Bar und ausgezeichnete Küche in coolem Ambiente. In der „puffigen Opiumhöhle“, wie das Madame X von Mälzer liebevoll genannt wird, soll sich der Gast fallen lassen können wie bei einem Theaterbesuch. Kleine, niedrige Tische laden zum Hinlümmeln ein, während die monatlich wechselnden Themen-Menüs mit Überschriften wie „12 Monkeys“ neugierig auf überraschende Genüsse machen. In der Raw Bar wird zudem authentische japanische Küche serviert.

Öffnungszeiten:

Di. – Fr. 12 Uhr – Open End, Sa. 17 Uhr – Open End, Sonntag und Montag Ruhetag.

Wiener Schmankerl und mehr

Als Künstlercafé war das Bistrot Vienna schon in den 1970er Jahren eine Hamburger Institution. 1989 übernahm dann Sven Bunge das Eimsbütteler „Beisl“ und kredenzt seither in seinem Bistrot saisonal-internationale Küche, die alles andere als klischeehaft österreichisch ist. „Letztendlich koche ich, wozu ich Lust habe“, verrät der Küchenchef, der eines jedoch immer im Angebot hat: ein Gericht für 10 Euro, damit auch weniger begüterte Gäste die Möglichkeit haben, sich an Bunges Kochkunst zu erfreuen. Und natürlich Wiener Schnitzel – der Name „Vienna“ birgt schließlich eine gewisse Verpflichtung. Auf der wechselnden Karte gibt es aber auch regionale Hamburger Spezialitäten wie Labskaus oder Stint auf Gurken-Kartoffelsalat zu entdecken. Reservierungen in dem kleinen aber urgemütlichen Restaurant sind leider nicht  möglich – umso glücklicher, wer einen der wenigen Plätze ergattert.

Öffnungszeiten:

Di. – So. 14 – 2 Uhr, Küche 19 – 23 Uhr, Montag Ruhetag.

Und immer wieder Bella Italia

Die beiden befreundeten Sommeliers Remigio Poletto und Luigi Francia haben ihrer erfolgreichen Winebar in Eppendorf eine gastronomische Alternative zur Seite gestellt: Natürlich steht auch im Poletto Winebar Ristorante in Wellingsbüttel der Wein im Vordergrund, doch die italienischen Kreationen von Sternekoch Siegfried Danler können sich mit den edlen Tropfen jederzeit messen. Delikate Nudel-, Fisch- und Fleischgerichte wie der Italienischen Milchkalbsrücken mit Artischocken-Topinamburgemüse sorgen bei den Gästen für Verzückung – ebenso wie die Bocconcini, kleine gemischte Vorspeisen, die zum Wein genossen werden. Bei den Gästen kommen die „italienischen Tapas“ auf jeden Fall hervorragend an. Eltern aufgepasst: Jeden letzten Sonntag im Monat gibt es einen Familientag mit üppigem Lunchbuffet und beaufsichtigter Spiel- und Malecke.

Öffnungszeiten:

Di. – Mi. u. So. 12 – 23 Uhr, Do. – Sa. 12 – 24 Uhr, Montag Ruhetag.

Weitere Gourmettipps und interessante Informationen rund um gutes Essen und Trinken gibt’s zum Nachlesen bei MICHELIN Restaurants.

Originalautor: Irving Wolther

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