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Naumburg bildet das Zentrum des nördlichsten deutschen Weinanbaugebietes Saale-Unstrut in Sachsen-Anhalt. Damit ist die Stadt ein toller Ausgangspunkt für das Entdecken des Geo-Naturparks Saale-Unstrut-Triasland. In dem über 100.000 Hektar großen Landschaftsgebiet findet man Natur und Kultur gleichermaßen – neben idyllischen Weinterrassen locken Burgen wie die Steinburg oder die Rudelsburg. Historische Mühlen und weitläufige Streuobstwiesen komplettieren die reizvolle Aussicht. Wer einmal den guten Tropfen der regionalen Winzer probieren möchte, ist in Naumburg wieder an der richtigen Stelle. Hier finden jedes Jahr viele Weinfeste statt, allen voran die Naumburger Weinwoche im Februar, das Wein- & Hoffest Winzerhof Gussek Naumburg im Juni und das Weinfest Naumburg im Herbst.
Naumburg liegt an der Mündung der Unstrut in die Saale und damit nicht weit entfernt von der Grenze zu Thüringen. Die Stadt Halle liegt rund 40 Kilometer nördlich, Jena rund 30 Kilometer südlich von Naumburg. Zu erreichen ist die Stadt mit dem Auto über die A 9, zudem liegt sie an der meistbefahrenen Bahnstrecke Deutschlands. So hat man von dort direkte Anschlüsse in Städte wie Hamburg, Berlin und München.
Das Wahrzeichen der Stadt ist der eindrucksvolle Dom St. Peter und Paul aus dem frühen 13. Jahrhundert. Bei einem Rundgang durch den spätromanisch-frühgotischen Sakralbau sollte man sich unbedingt die zwölf Stifterfiguren im Westchor anschauen. Die lebensgroßen Figuren stammen auch aus dem 13. Jahrhundert und wurden in Kalkstein gehauen. Die bekanntesten Stifter, die hier symbolisch dargestellt werden, sind Uta und Ekkehard an der Nordseite sowie Regelindis und Herrmann an der Südseite des Chors. Annähernd so alt wie der Dom ist das Gebäude, in dem das Stadtmuseum Hohe Lilie untergebracht ist. Zu den wertvollsten Exponaten gehört ein Ratstrinkhorn aus 1376 und die lebensgroße Holzplastik des Heiligen Wenzel aus dem 16. Jahrhundert –wirkliches Highlight ist jedoch das historische Gebäude selbst. Einen Abstecher wert ist außerdem das Marientor. Es ist das letzte von insgesamt fünf Toren um Naumburg. Wurden die Räume des Turms seit dem 15. Jahrhundert abwechselnd als Gefängniszellen und als Armenwohnungen genutzt, können Besucher sich hier heute über die historischen Befestigungsanlagen informieren.
Ein Highlight ist das Naumburger Hussiten-Kirschfest. Es findet jährlich pünktlich zur Süßkirschenernte am letzten Juni-Wochenende statt. Mittelpunkt ist dabei das Hussiten-Lager mit mittelalterlichem Markttreiben, Musik und einem Schaukampf. Das große Volksfest findet nachweislich seit dem 16. Jahrhundert statt. Neben dem Mittelalter-Markt locken das Weindörfchen und die Festwiesen mit kulinarischen Spezialitäten.