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Seinen Namen verdankt die Stadt der Harzburg, deren Ruine sich rund 500 Meter über dem Meeresspiegel befindet. In den tieferen Ebenen haben sich bereits im frühen Mittelalter unter dem Namen Neustadt die ersten Bürger angesiedelt. Erst Ende des 19. Jahrhunderts trug man auch stolz den Namen Harzburg als Städtebezeichnung. Etwa zur gleichen Zeit erlangte der Ort durch seine heilende Solequelle große Beliebtheit, bald durfte man sich Bad Harzburg nennen. Heute bietet die Stadt mit Parkanlagen wie dem Schlosspark, Kurpark oder Badepark Erholung abseits der größeren Kurorte am Harz. Und natürlich können Besucher auch heute noch die bis zu 32 Grad warme Natursole in der örtlichen Sole-Therme genießen.
Bad Harzburg ist eine niedersächsische Stadt, die sich unmittelbar an der Grenze zu Sachsen-Anhalt befindet. Nur 13 Kilometer muss man zum höchsten Berg des Harzes, dem Brocken, zurücklegen: Die Solestadt befindet sich an den nördlichen Ausläufern des Mittelgebirges. Zu erreichen ist die niedersächsische Stadt am Besten über die A 395, die nach Braunschweig führt. Mit dem Zug ist Bad Harzburg über Goslar und Braunschweig verbunden.
In Bad Harzburg bieten zwei Museen Informationen zur Kultur und Natur der Harz-Landschaft. Das Besucherzentrum Haus der Natur im Kurpark bietet zum einen die interaktive Dauerausstellung Harzwald mit besonders interessanten Infos zum Luchs im Harz sowie Deutschlands größtes Ameisen-Formicarium. Direkt neben dem Rathaus können Besucher im Museum in der Remise einen Einblick in die Stadtgeschichte gewinnen. In den verschiedenen Räumen des denkmalgeschützten Gebäudes können Exponate aus dem alltäglichen Leben des späten 19. Jahrhunderts, Mineralgesteine der Region sowie Fundstücke aus der Harzburg besichtigt werden.
Ist man in Bad Harzburg zu Gast, dann gehört ein Besuch des Brockens dazu. Auf dem rund 13 Kilometer langen Teufelsstieg erreicht man den Gipfel des Berges bei einer mittelschweren Schwierigkeitsstufe. Bequemer ist ein Abstecher zur Harzburg, wenn man die Burgbergseilbahn nutzt. Knapp 500 Meter lang ist der Weg zur Ruine, nur wenige Minuten benötigt man mit der Bahn. Informationen zum Bau der Seilbahn erhält man in einem kleinen Museum in der Bergstation. Einen festlichen Glanz in die Kurstadt bringt das jährlich stattfindende Salz- und Lichterfest im August. Damit wird der historische Tag gewürdigt, an dem es nach vielen Schwierigkeiten Ende des 16. Jahrhunderts erstmals gelang, aus der Sole Salz zu gewinnen. Gefeiert wird dieser Anlass mit einem zweitägigen Fest mit Salzfestumzug, zu welchem die ganze Stadt in ein Lichtermeer gehüllt wird.