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Die ehemalige Residenzstadt Gotha kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. Aus der Zeit als Hauptstadt des Herzogtums Sachsen-Gotha stammen viele bedeutende Kulturdenkmäler, die die Stadt zu einem wahren Flächendenkmal machen. Schloss Friedenstein beherbergt eines der ältesten Barocktheater der Welt und gehört selbst zu den ältesten frühbarocken Feudalgebäuden in Deutschland. In den Parks der Stadt und der grünen Umgebung lässt es sich herrlich entspannen. Ein beliebtes Ausflugsziel ist beispielsweise der Seeberg am Rande der Stadt.
Gotha liegt im Mittelpunkt von Deutschland, ganz idyllisch eingebettet zwischen der Trügleber Höhe, dem Boxberg und dem Kleinen Seeberg. Die Stadt gehört zum Vorland des Thüringer Waldes und ist gut an die überregionalen Verkehrsadern angebunden. Durch Gotha führt die A4 von Frankfurt am Main bis nach Dresden. Darüber hinaus ist Gotha ein wichtiger Knotenpunkt der Deutschen Bahn. Hier halten mehrere ICEs, die von Dresden und Berlin aus nach Frankfurt am Main und Düsseldorf fahren.
Als Wahrzeichen von Gotha gilt Schloss Friedenstein. Das imposante barocke Gebäude ist von einer idyllischen Parklandschaft umgeben, die im Stil eines Englischen Gartens angelegt ist. Neben opulenten historischen Gemächern beherbergt das Schloss mit dem Ekhof-Theater eines der wenigen vollständig erhaltenen Barocktheater der Welt. Es beinhaltet die komplette Bühnenmaschinerie, die damals zum Theaterbetrieb notwendig war. Vom Schloss aus gelangen Besucher auf historischem Pflaster zu der Nordseite des Schlossberges und können unterwegs die Gothaer Wasserkunst bewundern. Der weitere Weg führt in die historische Altstadt mit vielen gut erhaltenen und repräsentativen Kauf- und Patrizierhäusern.
Zu den beliebtesten Ausflugszielen der Gothaer gehört der zweigeteilte Seeberg. Der Kleine Seeberg ist der vordere Teil, der bequem über den Fußweg hinter dem Eisenbahnviadukt zu erreichen ist. Hier lohnt ein Zwischenstopp im Tierpark, der mehr als 100 einheimische und exotische Tierarten beherbergt. Im Gasthaus Alte Sternwarte kann man eine kleine Rast einlegen und sich für den weiteren Aufstieg zum Großen Seeberg stärken. In diesem Gasthaus wurde 1789/91 die älteste deutsche Sternwarte eröffnet. Nach weiteren drei Kilometern Wanderung erreicht man den Großen Seeberg. Hier befinden sich die Kammerbrüchen mit Sandstein. Daraus wurde schon im 11. Jahrhundert Material für die Wartburg gewonnen. Auch der Sandstein für den Deutschen Reichstag stammt von dort .