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Am Rande des Naturschutzgebietes der Lüneburger Heide liegt Bispingen. Die Gemeinde ist der perfekte Ausgangsort, um die besondere Landschaftsform der Heide kennen und lieben zu lernen. Einen tollen Blick über die Zentralheide hat man vom 169,2 Meter hohen Wilseder Berg, der die höchste Erhebung der nordwestdeutschen Tiefebene darstellt. Auf den trockenen, sandigen Böden wächst vor allem die Besenheide, die sich zur Blütezeit wie ein Farbenmeer über die Heide ergießt. Informationen erhalten Besucher in dem Hans-Pforte-Haus im Ortsteil Niederhaverbeck mit einer sehenswerten Bienenausstellung und in Undeloh mit seinem Heide-Erlebniszentrum. Auf den Wegen der Lüneburger Heide wird man immer wieder auf die Spuren von bronzezeitlichen Hügelgräbern, historischen Grenzmarkierungen und Findlingsmauern stoßen.
Bispingen liegt im Süden der Lüneburger Heide und ist rund 15 Kilometer nordöstlich von Soltau gelegen, von wo man auch einen Anschluss mit der Bahn hat. Man erreicht die Gemeinde mit dem Auto über die Ausfahrt 43 der A 7. Zu der Gemeinde gehört der malerische Ort Wilsede, der inmitten des Naturschutzgebietes liegt und deshalb nur zu Fuß, mit dem Rad oder zu Pferd zu erreichen ist.
Im Heidemuseum „Dat ole Huus“ in Wilsede kann man das Leben der Heidebauern um 1900 kennen lernen. Wie die meisten Häuser in dem Dorf ist auch das Gebäude des Museums denkmalgeschützt. Im benachbarten Ausstellungs-Schafstall Emhoff und im Treppenspeicher am Emhoff kann man mehr über den örtlichen Naturschutz und den Lebensraum Moor erfahren. Aber auch das Dorf selbst mit seinen reetgedeckten Gebäuden ist anziehend und verkörpert das Leben in der Heide. Von Wilsede aus kann man außerdem eine tolle Fernsicht auf den Totengrund und den Wilseder Berg genießen. Von hier aus kann es dann in die Weiten der Heide gehen, vielleicht sogar auf den Jakobsweg, der auf einer Länge von 200 Kilometer durch die Heide von Hittfeld nach Loccum führt. Autos und Busse sind in der Zentralheide verboten – es gilt also die einmalige Stille zu genießen.
Bei einer Wanderung über den Heidschnuckenweg gelangt man durch die schönsten Heideflächen und wandert vorbei an bedeutenden Kulturstätten und durch malerische Heidedörfer. Von den Harburger Bergen geht es auf über 200 Kilometern in 13 Etappen bis in die Südheide. Und dem Namen des Wanderweges gemäß wird man auch immer wieder auf die Heidschnucken treffen, die die Heide in Zaum halten und nicht wegzudenken sind.