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In Kipfenberg überquert der Limes das Altmühltal, Deutschlands größtes Bodendenkmal. Der stark befestigten Grenze des Römischen Reichs kann man heute auf Wanderungen durch die Umgebung Kipfenbergs nachspüren. Mehr Informationen erhält man aber auch im Römer und Bajuwaren Museum Burg Kipfenberg. Hier wird aber nicht nur das Leben und Arbeiten als Soldat am Limes näher beleuchtet. Die Stadt ist auch die Wiege Bayerns, denn hier wurde das germanische Kriegergrab aus der Zeit um 430 nach Christus entdeckt. Es ist der Schlüssel zum Ursprung der Bajuwaren und damit der heutigen Bayern. Im Museum wird die Bedeutsamkeit der Funde durch Präsentationen und Inszenierungen eindrucksvoll dargestellt.
Kipfenberg ist eine Gemeinde in Bayern. Sie liegt etwa 20 Kilometer östlich von Eichstätt und 23 Kilometer nördlich von Ingolstadt. Mit dem Auto erreicht man die Stadt über die A 9, mit der Bahn fährt man von Nürnberg oder München nach Kinding/Altmühltal, von dort geht es mit dem Bus weiter.
Seit jeher bildet die mittelalterliche Burg Kipfenberg einen Zuschauermagneten. Besichtigen kann man nur ein Wirtschaftsgebäude der Burg aus dem späten 12. Jahrhundert, in dem man das Römer und Bajuwaren Museum Burg Kipfenberg besuchen kann. Einen Besuch wert sind auch die drei Kirchen der Stadt. In der Katholischen Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt aus dem 15. Jahrhundert sind besonders die gegliederte Holzdecke um 1624 sowie der Taufstein und die Weihwasserschale aus dem 17. Jahrhundert sehenswert. Auch auf die klassizistischen Stuhlwangen aus dem frühen 19. Jahrhundert sollte man einen Blick werfen. In der Filialkirche St. Georg kann man einen Hochaltar aus dem Jahr 1628 mit einem Altarblatt aus dem späten 17. Jahrhundert besichtigen. Die Barockorgel von 1732 stammt von dem Nürnberger Orgelbauer Adam Ernst Reichard und ist noch original erhalten. Auch in der Evangelischen Christuskirche findet sich eine besondere Orgel. Das Exemplar aus dem Jahr 1864 stammt von dem Straubinger Orgelbauer Anton Ehrlich.
Zwischen Gunzenhausen und Kelheim verläuft der 167 Kilometer lange Radweg der Altmühl von ihrer Quelle bis zur Donau. Die Tour führt durch Wacholderheiden, vorbei an bizarren Felsgruppen und so manchem römischen Bauwerk. Einen Stopp kann man an dem Ort machen, der der Fundort von römischem Kulturgut ist – hier lässt sich Geschichte hautnah erleben. Für das kulinarische Wohl sorgen lauschige Biergärten und bezaubernde Straßencafés im Naturpark Altmühltal. Wem die Strecke mit dem Rad zu lang erscheint, der kann den tollen Blick von einem der Schiffe genießen, die durch das Altmühltal führen.