In diesen Thermen wird Ihnen garantiert auch im Winter warm

Thermen sind die Erholungstempel unserer Zeit, und gerade im Winter das ideale Ziel, um der Kälte zu entfliehen. Sie können dort im Heilwasserbecken ausspannen, in der Sauna schwitzen und Ihre Muskeln auf der Massagebank durchkneten lassen. In den modernen Anlagen findet man alles, was das Wohlbefinden steigert. Wir stellen Thermen-Highlights in Deutschland, Österreich und der Schweiz vor und erklären, was eine Badeanlage mit Thermalquelle auszeichnet.

Die Wärme kommt aus der Erde

Der kalte Winter mit seinen oft nassen und grauen Tagen kann einem zusetzen. Da hilft vor allem eines: Wärme. Aus diesem Grund spannen Jahr für Jahr Hundertausende in Thermalbädern aus. Doch was macht ein Thermalbad eigentlich aus?

Man versteht darunter in erster Linie eine Badeanlage, deren Wasser direkt aus einer Quelle kommt und über 20 °C warm ist. Die Wärme stammt aus dem Erdinneren – sie heizt das Wasser auf. Bei seinem Weg an die Erdoberfläche hat das Wasser verschiedene Sedimentschichten durchdrungen und dabei Mineralien oder Schwefel aufgenommen. Wo Thermalquellen austreten, werden sie häufig schon seit vielen Jahrhunderten genutzt. Belege dafür sind die Ruinen antiker Badeanlagen in Aachen und Baden-Baden.

Die Inhaltsstoffe des Thermalwassers verleihen ihm eine therapeutische Wirkung, die vielerorts für Kuren genutzt wird. Die Wirkung hängt von der jeweiligen Zusammensetzung des Wassers ab. Es kann bei Hauterkrankungen wie Neurodermitis Linderung verschaffen, den Kreislauf anregen und bei rheumatischen Erkrankungen helfen. Thermen mit Solebecken und einem erhöhten Schwefelanteil helfen bei Hauterkrankungen. Mineralisiertes Wasser regt die Durchblutung an und wirkt belebend. Detaillierte Informationen zur therapeutischen Wirkung holen Sie am besten direkt beim jeweiligen Thermalbad ein.

Außenansicht der Rogner Therme in Bad Blumau
Quelle: Rogner Therme Bad Blumau

Die Rogner Therme in Bad Blumau

Wer auf das Gelände der Rogner Therme schaut, erkennt sofort, dass dies eine Therme der besonderen Art ist. Die Architektur der Gebäude ist typisch Hundertwasser: keine Geraden, die Gebäude harmonieren mit der Landschaft, bunte Farben. Dass es hier überhaupt zum Bau einer Therme kam, ist einem Zufall zu verdanken. Denn eigentlich war man auf der Suche nach Erdöl. Was man dagegen fand, war die hochmineralisierte Vulkania Heilquelle in 2.843 Metern Tiefe.

Das Quellwasser füllt mehrere Becken im Außen- und Innenbereich. Dazu gehören ein neuangelegtes Sportbecken, der Vulkania Heilsee und das Atrium. Das Wellness-Angebot abseits der Thermalbecken ist umfassend. Neben den Saunen gehört dazu auch eine Salzgrotte. Sowohl der Boden als auch die Decke bestehen aus Salz, das eigens für die Grotte vom Toten Meer hergebracht wurde. Dieses wirkt gesundheitsfördernd auf Haut, Herz-Kreislauf-System und Muskulatur.

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Innenansicht des Friedrichsbads in Baden-Baden
Quelle: Friedrichsbad

Das Friedrichsbad in Baden-Baden

Baden-Baden ist die wohl bekannteste Bäderstadt Deutschlands, und das 1877 eröffnete Friedrichsbad steht für ein besonders exklusives Badevergnügen. Das heiße Wasser steigt aus etwa 2.000 Meter Tiefe empor. Bereits die Römer haben damit ihre Badeanlagen gespeist. An diese Tradition knüpft das Friedrichsbad an.

Das Besondere des Bads ist sein 17-Stationen-Rundgang. Besucher entspannen dabei in Heißluftbädern, während Abkühl- und Ruhephasen und bei Vollbädern. Architektonisches Highlight ist das imposante Kuppelbad mit einer 17 Meter hohen Kuppel. Wer sich anschauen will, wie die antiken Thermen aussahen, kann von April bis November an einer Führung durch die römischen Bäderruinen unterhalb des Friedrichbades teilnehmen.

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Außenansicht der St. Martins Therme in Frauenkirchen
Quelle: St. Martins Therme

Die St. Martins Therme in Frauenkirchen

Mehr kann man von einer modernen Therme kaum erwarten. Auf rund 2.000 Quadratmetern können Sie in der St. Martins Therme in einem der insgesamt 8 Becken ausspannen. Das Wasser stammt aus den Tiefen des Burgenlandes und ist reich an Natriumhydrogencarbonat-Chlorid. Im Außenbereich befindet sich ein Sole-Becken für die Linderung von Hauterkrankungen und die Aktivierung des Zellstoffwechsels.

Ein besonderer Vorteil der St. Martins Therme ist der große Kinderbereich mit 90-Meter-Rutsche und Wasserspielpark. Täglich werden außerdem im Kinderkino Filme gezeigt und im „Haus der Forscherin“ Versuche und Entdeckungen präsentiert. Nur wenige Kilometer entfernt befindet sich der Neusiedler See.

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Außenansicht der Leukerbad-Therme in den Walliser Alpen
Quelle: Leukerbad Therme

Die Leukerbad Therme in den Walliser Alpen

Sucht man nach der Therme mit der imposantesten Kulisse in Europa, dürfte die Leukerbad Therme ganz weit vorne landen. Das Bergdorf Leukerbad ist eingebettet in das Bergmassiv der Walliser Alpen. Unter der Gemeinde befindet sich das größte europäische Thermalwasservorkommen. Das macht die 1.500-Seelen-Gemeinde zum idealen Reiseziel für alle, die Alpin-Sport mit Thermenaufenthalten verbinden wollen – von der Piste direkt ins Heilwasser.

Die Leukerbad Therme speist mit dem Wasser insgesamt 10 Thermalbecken. Dazu gehören ein sprudelndes Plauschbad mit Wasserliegen, eine Dampfbad-Grotte (44 °C), ein Fußbad und ein 25-Meter-Sportbecken. Prunkstück ist das 2014 erbaute Erlebnisbad im Außenbereich mit Wasserfontäne und spektakulärer Nachtbeleuchtung.

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Außenansicht der Toskana Therme in Bad Sulza
Quelle: Toskana Therme

Die Toskana Therme in Bad Sulza

In Bad Sulza steht eines der Thermen-Highlights Ostdeutschlands. Die Thermenlandschaft erstreckt sich auf über 3.000 Quadratmetern mit insgesamt 11 Becken. Dazu gehören 5 Sole-Pools im Innenbereich und 3 Sole-Whirlpools. Im Außenbereich können Sie auch gegen den Strom schwimmen – das Strömungsbecken macht es möglich.

Die verschiedenen Solebecken deuten bereits an, dass das Thermalwasser in Bad Sulza besonders salzhaltig ist. Es stammt aus der Johann-Agricola-Quelle und hat einen Salzgehalt von 10 Prozent. Das Thermalwasser wird unter anderem zur Linderung von Rheumaschmerzen und Hauterkrankungen eingesetzt.

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Innenansicht der Panorama Therme in Beuren
Quelle: Panorama Therme Beuren

Die Panorama Therme in Beuren

Zu Thermen im schwäbischen Kurort gehören insgesamt 7 Warm- und Kaltwasserbecken mit einer Fläche von insgesamt 1.000 Quadratmetern. Wer sich bewegen will, kann im Aktivbecken an der stündlich angebotenen Wassergymnastik mit Animateur teilnehmen.

Auch in Beuren kann man den Luxus verschiedenster Wassereffekte wie Strömung, Perleffekt und Massagedüsen genießen. Gespeist wird das Thermalbad aus der Wilhelms- und der Friedrichsquelle. Sie wurden in den 1970er-Jahren erschlossen und seit 1978 ist das Thermalbad in Betrieb.

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Innenansicht der Carlous Therme in Aachen
Quelle: Carolus Therme

Carolus Therme in Bad Aachen

In Bad Aachen musste nicht tief gegraben werden, um Thermalquellen zu erschließen. Das ist auch der Grund für die lange Thermen-Tradition dort. Hier und in Burtscheid tritt heißes Quellwasser gleich an mehreren Stellen aus, und bereits Karl der Große hat sich das zunutze gemacht.

Nach dem Kaiser ist auch die Carolus Therme am Aachener Stadtgarten benannt. Hauptattraktion ist das 34 °C warme Hauptbecken, das sich in einem großen Säulensaal befindet. Zur Therme gehört neben Sprudelbecken und Whirlpool auch ein Sole-Dampfbad. Die Therme ist als „barrierefrei für Gehbehinderte“ zertifiziert.

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Außenansicht der Tirol Therme in Längenfeld
Quelle: Tirol Therme Längenfeld

Die Tirol Therme in Längenfeld

Die Tirol Therme in Längenfeld ist eine alpine Therme der Spitzenklasse. Auch hier haben die Betreiber die Entspannungs- und Schwimmangebote um zusätzliche Sportangebote ergänzt. Im Aktivbecken können Sie an Aquagymnastik unter Anleitung von Trainern teilnehmen. Das Sportbecken im Außenbereich bietet genügend Platz, um ungestört Bahnen zu ziehen. Dabei kann man auch das eindrucksvolle Alpenpanorama genießen.

Das Thermalwasser aus mehr als 1.800 Metern Tiefe weist einen hohen Schwefelanteil auf und ist als Heilquelle gesetzlich anerkannt. Zur Tirol Therme gehört das erstklassige 4-Sterne-Hotel AQUA Dome. Dieses richtet sich mit seinem vielfältigen Kinderprogramm besonders an Familien.

Hier finden Sie das Aqua Dome Hotel der Tirol Therme.
Innenansicht Binz-Therme Rügen
Quelle: Binz-Therme

Die Binz-Therme auf Rügen

Auf Rügen findet man nicht nur Ostseewasser. Das Seebad Binz bietet auch mehrere Thermalquellen. Die Quellen wurden in den 1990er-Jahren erschlossen und werden aus rund 1.200 Metern Tiefe gefördert. Bei den Heilquellen handelt es sich um Jodsole-Quellen.

Zum Thermalbad gehören ein Bewegungs-, ein Entspannungs- und ein Solebecken. Der Soleanteil im Becken liegt zwischen 7 und 8 Prozent. Die verschiedenen Becken werden von großen Ruhe- und Liegeflächen gesäumt. Außerdem bietet die Binz Therme Beauty- und Massage-Angebote.

Hier finden Sie das Seehotel Binz-Therme auf Rügen.
Außenansicht der Erding Therme
Quelle: Therme Erding

Die Therme Erding

In Erding bei München steht die wohl größte Therme der Welt. Ähnlich wie in Bad Blumau fand man auch dort das Heilwasser, als man eigentlich nach Öl suchte. Das Wasser der Ardeo-Quelle ist schwefelhaltig und mit Fluorid angereichert. Es hat eine lindernde Wirkung bei Gelenkschmerzen.

Das Hauptbecken der Therme wird von einer Glaskuppel überspannt, die geöffnet werden kann – die größte ihrer Art in Europa. Zur Therme gehören Spezialbecken wie die Sole-Grotte, ein Strömungskanal, ein Quelltopf, Schwefeltopf und Kneipp-Tretbecken. Natürlich gibt es auch hier ein großes Becken im Außenbereich.

Hier finden Sie das Hotel Victory Therme Erding.