Wer am 29. August durch die Straßen der spanischen Stadt Bunol spaziert, der kann am eigenen Leib erfahren, wie es ist, „Tomaten auf den Augen“ zu haben. An diesem Tag findet nämlich die alljährliche Tomatina statt, ein Festival, an dem sich die Menschen in den Straßen eine Tomatenschlacht liefern, wie man es noch niemals vorher gesehen hat.
Die Geschichte:
Diese Tradition begann im Jahre 1945 bei der Karnevalsparade „Gigantes y Cabezudos“, der sich eine Gruppe von Jugendlichen anschließen wollte. Daraufhin wurde ein Teilnehmer der Parade so wütend, dass er wild um sich schlug. Die Menge um ihn herum wiederum machte dieses Verhalten jedoch genauso wütend und sie fing an, mit Tomaten eines Gemüsestandes umher zu werfen. Dies war der Anfang einer langjährigen Tradition, die zeitweise sogar verboten wurde, seit 1983 jedoch jährlich zelebriert wird.
Die Regeln:
11 Uhr, letzter Mittwoch im August, Plaza del Pueblo, Bunol: Die Wasserkanonen geben den Startschuss und der Tomantenkampf ist eröffnet. Dabei müssen verschiedene Regeln beachtet werden: Man muss die Tomaten vor dem Wurf zur eigenen Sicherheit erst einmal zerquetschen. Außerdem sollten Schutzbrillen und alte Klamotten getragen werden und an das Glasflaschenverbot sollte ebenfalls gedacht werden. Beim zweiten Schuss der Wasserkanonen muss die Schlacht sofort beendet werden.
Man sollte außerdem den Palojabon nicht verpassen: ein mit Seife eingeriebener Pfahl mit spanischem Schinken an der Spitze. Derjenige, der die Spitze erreicht und den Schinken fängt, darf ihn behalten.
Jedes Jahr kommen bis zu 40.000 Menschen zu der Tomatina in die 9000 Seelen Stadt Bunol, nähe Valencia. Auch dieses Jahr werden wieder Tausende zu der weltweit größten Essensschlacht erwartet. Deshalb sollte man sich schon frühzeitig um ein Hotelzimmer kümmern.





