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In Stromberg ist der „deutsche Michel“ zuhause. Wer dahinter steckt? Die Figur der Deutschen, die heute meist nur noch als Karikatur verwendet wird und an der Zipfelmütze zu erkennen ist. Richtig bekannt war der Michel Mitte des 19. Jahrhunderts. Vorbild für den Michel könnte sowohl der Erzengel sein, also auch ein Reitergeneral, der aus Stromberg stammt. Hans Michael Elias von Obentraut wurde bereits im 16. Jahrhundert auf der Stromburg geboren, die heute noch als sanierte Burgruine Stromberg besichtigt werden kann – und nicht nur das. Seit 1994 kocht dort Johann Lafer in seinen Restaurants: dem Bistro d’Or und dem Le Val d’Or. Doch die Geschichte hat bereits sehr viel früher begonnen, den Johann Lafer verschlug es bereits 1983 als „besten Patissier Deutschlands“ auf die Stromburg. Seine Chefin, Silvia Buchholz, wurde 1990 seine Ehefrau und fortan wurde umgebaut.
Stromberg liegt an einem Berg des Hunsrücks, am Soonwald. Die Stadt liegt nur unweit von Bingen am Rhein und dem namensgebenden Fluss, dem Rhein, entfernt. Die Autobahnen A60 und A61 befinden sich in nächster Nähe und das Bundesstraßennetz ist durch die B9, die B41 und die B42 gut ausgebaut. Ins nördlich gelegene Koblenz gelangt man nach nur 40 Minuten Fahrtzeit, Wiesbaden und Mainz erreicht man nach rund 30 Minuten Fahrt in Richtung Osten.
Die Stromburg, in der Johann Lafer den Kochlöffel schwingt, ist nicht die einzige Burg im Stadtgebiet. Die Burg Pfarrköpfchen ist noch als Ruine erhalten. Überlieferungen zufolge könnte es sich um den Vorgänger der Stromburg gehandelt haben, die nur bis Ende des 12. Jahrhundert eine Funktion hatte. Die Burg bestand noch vergleichsweise lange als Ruine bis sie im 19. Jahrhundert zerstört wurde. Gegenüber der Stromburg befindet sich eine Felsenburg, die Burg Gollenfels, die bereits im 10. oder 11. Jahrhundert auf einer Römerfestung erbaut worden sein soll. Bis nach dem Zweiten Weltkrieg wurde sie bewohnt, doch heute kann das baufällige Anwesen nicht einmal mehr betreten werden.
Wer in Stromberg Erholung und Freizeitspaß sucht, kommt ins Panorama-Bad, einem gut besuchten Freibad mit Saunalandschaft. Durch die Lage im Hunsrück erschließen sich gute Möglichkeiten, die Gegend beim Wandern oder Fahrradfahren zu erkunden. Auch Reiter und Golfer zieht es regelmäßig in die Stadt im Hunsrück. Die Auszeichnung als „Luftkurort“ hat Stromberg dem Ortsteil „Schindeldorf“ zu verdanken. Wer vom Luftkurort aus die Gegend rund um den Hunsrück erkunden möchte, kann im nördlichen Koblenz das Deutsche Eck besuchen, den Mainzer Dom in der gleichnamigen Stadt bewundern oder das Stadtschloss in Wiesbaden besichtigen. Kurz um: Durch die Lage der Stadt Stromberg sind Besucher schnell bei attraktiven Touristenattraktionen.