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Inmitten des mittelalterlichen Zentrums von Bad Münstereifel laden verschiedene Einrichtungen mit Wellness-Angeboten und Kuranwendungen zum Entspannen ein. Die Stadt an der Erft ist ein staatlich anerkanntes Kneippheilbad und bildet zugleich das westdeutsche Zentrum für die Kneipp'sche Heilmethode. Gesundheit und Wohlergehen wird auch im Schwanen-Apotheken-Museum Bad Münstereifel großgeschrieben. In der historischen Apotheke kann man die Einrichtung von 1806 besichtigen, die nahezu unverändert ist. Im dazugehörigen Labor gibt es Gegenstände aus dem 19. Jahrhundert zu entdecken, wobei ein prachtvoller Labortisch ein besonderer Blickfang ist. Eine sogenannte „Riechstraße“ wartet in der ehemaligen Materialkammer. Die historischen Schübe der Regalwand enthalten Riechproben und Informationen zu traditionellen Heilpflanzen.
Bad Münstereifel liegt etwa 30 Kilometer südwestlich von Bonn und rund zehn Kilometer südlich von Euskirchen. Neben dem Fluss Erft bestimmen hier die dichten Wälder und Hügel der Eifel das Landschaftsbild. Durch die Stadt fährt die Erfttalbahn, mit der man auf direktem Weg nach Euskirchen gelangt. Mit dem Auto erreicht man die Stadt über die A 1.
Eine besondere Sehenswürdigkeit ist die Altstadt von Bad Münstereifel, die bis auf 1299 zurückdatiert werden kann. Die Stadtumwehrung mit ihren vier Stadttoren aus dem 14. Jahrhundert ist nahezu vollständig erhalten. Vom Wehrgang aus, den man auf einer Länge von 220 Metern begehen kann, hat man einen tollen Blick auf die Stadt. Die Stiftskirche aus der Wende um das 12. und 13. Jahrhundert beherbergt den Schrein mit den Gebeinen der Schutzpatronen der Kirche, der heiligen Märtyrer Chrysantus und Daria. Die Pfeilerbasilika mit dem opulenten dreitürmigen Westwerk ist ein besonderes Meisterwerk der Kirchenbauten an Rhein und Maas. Auch das in der Altstadt gelegene romanische Haus aus dem Jahr 1167 ist einen Blick wert. Es ist eines der ältesten aus Naturstein gebauten Häuser Westdeutschlands. Ein besonderes Detail: Die Fenstersäulen entstanden aus den Kalkablagerungen der römischen Wasserleitungen.
Ein beliebtes Ausflugsziel ist das Naturschutzgebiet Bad Münstereifeler Wald. Zwischen Hainsimsen- und Waldmeister-Buchenwäldern, vielen Gewässern und den frischen Talwiesen der Bachauen kann man wunderbar entspannen. Hier haben viele bedrohte Fledermaus- und Vogelarten ein Zuhause gefunden. Vor allem die Bechsteinfledermaus, Wildkatze und Luchs sind dankbare Bewohner des mehr als 5000 Hektar großen Gebietes. Einen Abstecher kann man auch zu der Kalkbrennerei in Iversheim machen. Sie ist eine der regional weit verbreiteten Brennereien, die bereits in römischer Zeit hier errichtet wurden. Ihre Gründung geht bis in das 3. Jahrhundert vor Christus zurück. Sechs historische Brennöfen konnten ausgegraben werden. Die Kalkbrennerei gehört zu den bedeutendsten archäologischen Fundstätten für die Erforschung der Wirtschaftsgeschichte der Römerzeit nördlich der Alpen.