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Neue Synagoge - Jüdische Kulturgeschichte in Berlin

Die Neue Synagoge Berlin befindet sich im Stadtbezirk Mitte, sie hat herausragende Bedeutung für die jüdische Sozial- und Kulturgeschichte der Stadt. Das 1866 eingeweihte Bauwerk steht unter Denkmalschutz. Durch die zentrale Lage ist es relativ einfach, in großer Nähe zur Neuen Synagoge Berlin ein Hotelzimmer zu buchen.

Entstehung der Neuen Synagoge

In Berlin gab es Mitte des 19. Jahrhunderts nur eine Synagoge (später ""Alte Synagoge""), die der wachsenden jüdischen Gemeinde von rund 28.000 Mitgliedern um 1860 nicht mehr genügte. Daher entstanden die Pläne für ein neues religiöses Zentrum, für die zunächst ein Architekturwettbewerb unter Federführung von Akademiemitglied Eduard Knoblauch ausgeschrieben wurde. Nachdem die vorgelegten Entwürfe nicht überzeugen konnten, übernahm Knoblauch selbst nach einem Auftrags der jüdischen Gemeinde die Planung. Nach seiner Erkrankung löste ihn Friedrich August Stüler (""Architekt des Königs"") ab. Im Jahr 1859 wurde der Grundstein gelegt, nach einigen Verzögerungen wurde am 05.09.1866 die Neue Synagoge eingeweiht. Der Tag des jüdischen Neujahrsfestes war der 25. Elus 5626 gemäß des Jüdischen Kalenders. Otto von Bismarck wohnte der Zeremonie bei. Die Architektur folgte dem maurischen Stil der Synagogen Südspaniens, was zwar ungewöhnlich wirkte, aber in jener Zeit beim Bau von Synagogen durchaus üblich war. Schon damals gab es eine Kostenexplosion zwischen erster Planung und Fertigstellung, aus ursprünglich veranschlagten 125.000 Talern wurden letztendlich 750.000 Taler. Der Bau erhielt blendende Kritiken, vor allem die Reminiszenz an die berühmte Alhambra aus Granada konnte überzeugen.

Architektur der Neuen Synagoge

Die Synagoge kombinierte erstmals eine Kuppel mit einer Zweiturmfassade und einem dreiteiligen Portal. Ihren Reiz erhält die Fassade durch Terrakotten und Formsteine, Seitenrisaliten und achteckige Turmaufsätze. Das prägende Motiv sind drei Bögen, die bis in den Tambour der Kuppel aufgenommen wurden. Die 50,21 Meter hohe Kuppel mit vergoldeten Rippen folgt der indisch-islamischen Architektur, im Innern wurde ein dreischiffiger Sakralbau geschaffen. Als Vorbilder für den Innenausbau dienten christliche Baldachinmotive ebenso wie der Löwenhof der Granadischen Alhambra.

Rezeption und Geschichte des Bauwerks

Unter den Antisemiten des frühen 20. Jahrhunderts galt die Neue Synagoge als Provokation, jüdische Liberale gaben die Fremdartigkeit der maurischen Architektur zu bedenken, welche die Assimilation der Berliner Juden erschweren könne. Gleichzeitig stand die Neue Synagoge auch sakralen Neuerungen offen, so wurden Gottesdienste mit - im hebräischen Verständnis ungewöhnlicher - Orgelmusik durchgeführt. Dennoch überwog der Stolz über das prächtigste jüdische Gotteshaus Deutschlands, auch aufgrund seiner bedeutenden architektonischen Innovationen. Den Pogromen durch die SA am 09./10.11.1938 trat ein deutscher (nicht-jüdischer) Polizist entgegen, der Reviervorsteher Wilhelm Krützfeld, der Schlimmeres verhinderte, indem er die Feuerwehr alarmierte. Ein schon gelegter Brand wurde gelöscht. Krützfeld wurde danach beruflich schikaniert, obgleich er nach den geltenden Rechtsvorschriften gehandelt hatte. Am 22.11.1943 erlitt die Synagoge schwere Schäden durch britische Bomben, nach dem Krieg wurden Reste der Ruine als Baumaterial verwertet. Im Sommer 1958 ließ die Ostberliner Stadtverwaltung den überwiegenden Rest des historischen Bauwerks wegen Einsturzgefahr abreißen. Die Fassade blieb jedoch als Mahnmal stehen, 1988 schließlich wurde die Stiftung „Neue Synagoge Berlin - Centrum Judaicum"" mit dem Ziel des Wiederaufbaus gegründet. Die DDR-Behörden beschäftigten einen amerikanischen Rabbiner, den sie allerdings durch die Staatssicherheit bespitzeln ließen, im November 1988 begann mit einer Grundsteinlegung der Wiederaufbau der Neuen Synagoge Berlin. Der Originalzustand wurde aus politisch-ethischen Gründen nicht wiederhergestellt, man wollte keinesfalls ein Verdrängen jüdischen Leidens fördern. Der über dem Eingang sichtbare Vers פתחו שערים ויבא גוי צדיק שמר אמנים aus Jesaja 26/2 bedeutet ""Öffnet die Pforten"".

Hotels in der Nähe der Berliner Neuen Synagoge

Bei der Neuen Synagoge in Berlin können Sie ein Hotelzimmer unter anderem im Arcotel Velvet (Oranienstraße) buchen, von hier aus laufen Sie nur 400 Meter zur Synagoge. Ebenso nahe befindet sich das Adelante in der Borsigstraße, in 0,5 km Entfernung zu Neuen Synagoge bieten die TopDomizil Apartments einen ausgezeichneten Hotelkomfort.

Hotels Neue Synagoge Berlin

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