
Eine Hotelübernachtung im Berliner Szene-Bezirk Kreuzberg lässt sich optimal mit einem Besuch des Jüdischen Museums verbinden. Bei der Ausstellung handelt es sich um die größte ihrer Art in Europa. Die nach modernsten Aspekten konzipierte Ausstellung lässt 2.000 Jahre deutsch-jüdische Geschichte Revue passieren. Dabei werden die Licht- und Schattenseiten jüdischen Lebens deutlich und ein Stück deutscher Geschichte wird für die Berliner Hotelgäste erlebbar gemacht. Ohne Probleme lässt sich ein Hotel unweit des Jüdischen Museums finden. Der markante Bau in der Berliner Lindenstraße wird von nahezu einer Million Gäste pro Jahr besucht.
Ein Jüdisches Museum wurde bereits 1933 in der Oranienburger Straße eröffnet. Fünf Jahre später wurde das gesamte Inventar durch die Geheime Staatspolizei beschlagnahmt. Zu einer Neugründung des Jüdischen Museums kam es erst im Jahre 1971. Wer in der Nähe des Jüdischen Museums unterwegs ist, kann den markanten Bau nicht verfehlen. Architektonisch trifft beim Jüdischen Museum Historie auf Moderne. Der Altbau des Kollegienhauses entstand im Jahre 1735 und beherbergte früher das preußische Kammergericht. Nach schweren Kriegszerstörungen wurde das Gebäude in den 1960er Jahren wieder instand gesetzt. Der zickzackförmige Neubau fällt den Berliner Hotelgästen sofort ins Auge. Der US-amerikanische Architekt Daniel Libeskind entwarf den Bau als Symbol eines geborstenen Davidsterns. Mit seinen spitzen Winkeln und schiefen Böden zählt der Neubau des Jüdische Museums zu den bemerkenswertesten Baudenkmälern der letzten Jahrzehnte in Berlin.
Von den Hotels in unmittelbarer Nähe des Jüdischen Museums führt der Weg zunächst in den Altbau des Museums. Hier befindet sich der Eingangsbereich, an dem die Tickets verkauft werden, und ein Restaurant. Über eine schwarze Schiefertreppe gelangen Besucher in die im Untergeschoss des Neubaus untergebrachte Hauptausstellung. Der Museumsbau wird bestimmt von drei Achsen, welche für Kontinuität, Exil und Holocaust stehen. Wer einen Aufenthalt in Berlin für einen Besuch des Jüdischen Museums nutzt, wird der Achse des Exils in den Außenbereich des Museums folgen. Hier befindet sich der Garten des Exils. Betonmauern versperren dem Besucher die Sicht und erzeugen ein Gefühl von Unsicherheit und Verlorensein. Auf den Betonstelen des Gartens wurden Ölweiden als jüdisches Symbol von Hoffnung und Frieden angepflanzt. Von den Hotels am Jüdischen Museum weithin sichtbar ist der Holocaust Turm. Das Bauwerk ist über die Achse des Holocaust zu erreichen. Durch den Gedenkturm dringt nur ein schmaler Spalt Tageslicht. Eine beklemmende Wirkung beim Besucher zu erzeugen, ist gewollt.
Ihr Hauptaugenmerk werden die Berliner Hotelgäste auf die Dauerausstellung des Jüdischen Museums lenken. Die Präsentation spannt den Bogen von den ersten jüdischen Siedlungen im Mittelalter über die Barockzeit und das 18. Jahrhundert bis zum von Wohlstand gekennzeichneten 19. Jahrhundert. Ein Ausstellungsschwerpunkt ist das traurige Kapitel der Ausgrenzung und Vernichtung der Juden während der Zeit der Nationalsozialisten. Die Ausstellung endet mit der Geschichte von 200.000 Juden, die aus der einstigen Sowjetunion einwanderten und mit denen nun ein neues, hoffnungsvolles Kapitel jüdischen Lebens in Deutschland seinen noch unbekannten Verlauf nimmt. Wer die Ausstellung aufmerksam besucht, wird im Museumsneubau auch leere Ausstellungsräume entdecken. Diese stehen stellvertretend für die Lücken, welche die Verfolgung und Vertreibung der Juden in Deutschland hinterließ.
