
Der Checkpoint Charlie ist neben dem Brandenburger Tor wahrscheinlich die bekannteste Sehenswürdigkeit der deutschen Hauptstadt. An kaum einem anderen Ort begegnet Besuchern die Geschichte des geteilten Deutschlands und der geteilten Stadt so intensiv wie am Checkpoint Charlie. Besucher aus aller Welt kommen nach Berlin, um den ehemaligen Grenzübergang zwischen DDR und BRD zu sehen. Hotels in der Friedrichstraße gehören deswegen zu den Top-Adressen der Hauptstadt.
In jedem Jahr kommen mehr Menschen an den Checkpoint, um ein Stück deutsche Geschichte zu erleben. Am Checkpoint Charlie stehen heute Nachbauten der Schlagbäume und Wachtürme, die im Kalten Krieg die Grenze kontrollierten. Schon damals war der Checkpoint einer der bekanntesten Grenzübergänge der Stadt. Neben ihm gab es noch den Checkpoint Alpha, der in Helmstedt-Marienborn liegt, den Checkpoint Bravo in Dreilinden- Drewitz und den Grenzkontrollpunkt Glienicker Brücke.
Das Besondere am Checkpoint Charlie war, dass er hohen Staatsdienern und Funktionären der beiden deutschen Staaten und den Angehörigen der alliierten Streitkräfte vorbehalten war. Deswegen wurde er 1961 Zeuge eines Konflikts zwischen Ost und West, der erst in letzter Minute verhindert werden konnte: Hier standen sich die alliierten und sowjetischen Truppen direkt gegenüber. An diesen Tag erinnert heute noch ein Kunstwerk von Frank Thiel - von den zwei Seiten eines Bildes schauen ein amerikanischer und sowjetischer Soldat über die Grenze ins Feindesland.
Im Museum am Checkpoint Charlie erfahren Besucher heute, dass der Grenzübergang oft auch zur Flucht in die BRD genutzt worden ist. Nicht alle Flüchtlinge haben das überlebt. Aber viele derer, die es über die Grenze geschafft haben, sind durch spektakuläre Fluchtpläne und -instrumente verewigt, die man heute im Museum sehen kann. Das Museum zeigt deutlich, welchen Einfallsreichtum und Mut Bürger der DDR entwickelt haben, um in die BRD zu fliehen. Dieses Museum setzt ihnen ein würdiges Denkmal und gehört deswegen zu den am meisten besuchten Museen der deutschen Hauptstadt.
Besucher, die abseits des großen Touristenrummels in Berlin übernachten möchten, sollten sich nicht direkt an der Friedrichstraße ein Hotelzimmer buchen. In westlicher und östlicher Richtung vom Checkpoint liegen weitere Gedenkstätten, die abgelegen vom Hauptstrom der Besucher sind. Aus diesem Grund erfreuen sich auch die Hotels in der Nähe der Charlottenstraße großer Beliebtheit.
Andere sehenswerte Gedenkstätten der deutsch-deutschen Teilung am Grenzübergang Friedrichstraße sind eine Open-Air-Ausstellung und die Geschichtsmeile Berliner Mauer. Die Geschichtsmeile informiert näher über die sogenannte Panzerkonfrontation, in der sich die sowjetischen und alliierten Truppen am 27. Oktober 1961 hier gegenüberstanden. Die alliierten Kräfte forderten damals absolute Bewegungsfreiheit in Ostberlin.
Die seit 2006 etablierte Open-Air-Ausstellung zwischen der Friedrich-, Zimmer- und Schützenstraße erzählt von erfolgreichen Fluchten, der Bedeutung des Checkpoint Charlie und der Berliner Mauer. Die Ausstellung dokumentiert dabei, wie der Checkpoint Charlie in den fast 30 Jahren seiner Existenz an internationaler Bedeutung gewann und bis zum Fall der Berliner Mauer zu einem riesigen Gelände angewachsen war. Heute noch können Besucher in der Ausstellung Überreste der Berliner Mauer sehen und sich über die geschichtlichen Schauplätze und Vorgänge des Mauerbaus informieren. Die Ausstellung versteht sich als ein Ausgangspunkt, der dazu einlädt, auch andere geschichtlich bedeutsame Orte zur deutschen Geschichte aufzusuchen.
