
Der Viktualienmarkt ist auch unter der Bezeichnung „die gute Stube von München“ bekannt. Seine Ursprünge liegen auf dem heutigen Marienplatz. Als das Gelände zu klein wurde, entschied König Max I. Joseph über eine Teilung und so wurde im Jahr 1807 der "Kräutlmarkt", auch „grüner Markt“ genannt, zwischen der Frauenstraße und dem Heilig Geist, einer der ältesten Kirchen Münchens, gegründet. Nach nur wenigen Jahren war eine zusätzliche Erweiterung des Marktes erforderlich, weitere Maßnahmen folgten und erst etwa 1890 erreichte der Viktualienmarkt seine jetzige Größe.
Der Viktualienmarkt diente in der Vergangenheit zur zentralen Versorgung der Bürger Münchens mit Lebensmitteln. Er war daher von montags bis samstags bis zur Dämmerung geöffnet.
Auch heute noch wird auf dem Viktualienmarkt, dessen Name sich vom lateinischen Wort „victus“ (Lebensmittel) herleitet, mit Lebensmitteln gehandelt. Inzwischen dient er allerdings nicht mehr ausschließlich der Grundversorgung. Mittlerweile ist er zu einem kulinarischen Zentrum für Feinschmecker avanciert. Darüber hinaus werden hier auch andere Produkte feilgeboten. Dazu gehören Kleidung, Spielwaren, Blumen, Bücher und Artikel aus dem Bereich Kunsthandwerk.
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Der Viktualienmarkt ist für die Münchener ein ganz besonderes Stück Stadtgeschichte. Die Beschädigungen, die durch den Zweiten Weltkrieg verursacht wurden, führten zu der Überlegung, den Platz für den Bau von Wohnhäusern zu nutzen. Letztendlich wurden diese Pläne fallen gelassen und er wurde mit großem Aufwand restauriert. Heute flanieren jedes Jahr viele Besucher über den historischen Markt und genießen die verschiedenen Spezialitäten.
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Nicht nur für seine unzähligen Stände und die große Auswahl ist der Markt bekannt. Er diente bereits in verschiedenen Filmproduktionen als Kulisse. Auch in den Werken diverser Künstler, darunter die der Münchener Maler Josef Wahl und Rupert Maria Stöckl, wurde er verewigt. Auf dem Platz erinnern darüber hinaus Gedenkbrunnen an bekannte Persönlichkeiten wie Karl Valentin, Ida Schumacher und Elise Aulinger.
Neben dem alltäglichen Geschäft werden auch verschiedene Feiertage und Anlässe auf dem Viktualienmarkt gewürdigt und besonders begangen.
Mitte April wird hier der Start der Spargelsaison mit allerlei Köstlichkeiten und leckeren Spargel-Spezialitäten gefeiert. Einen bunten Festumzug gibt es alljährlich im August am Gärtnertag, mit dessen Feier Klostergärtner in der Vergangenheit die Pest vertreiben wollten. Dabei werden Blumen und Gemüse großzügig an die Besucher verteilt. Im gleichen Monat findet auch das Sommerfest statt, eine Huldigung bayerischer Traditionen untermalt mit fröhlicher Blasmusik.
Am 1. November pünktlich um 11:11 Uhr startet auf dem Viktualienmarkt der Fasching mit der offiziellen Vorstellung des Faschingsprinzenpaares. Ein Höhepunkt der Narrenzeit ist der Tanz der Marktfrauen am Faschingsdienstag.
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